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Clown Emma Dilemma – Juliane Altenburg

 

Clown Emma Dilemma - Juliane Altenburg (Quelle: ROTE NASEN; Foto: Markus Pletz)

“Emma-Dilemma schaut voller Neugierde hinter jede Tür und entdeckt die Welt und die Menschen um sich herum.  Sie träumt davon,  eine Zirkusprinzessin zu sein. Sie will elegant und bezaubernd sein, hat dann aber doch wieder vergessen, ihre Schuhe zu putzen und die Krone sitzt auch wieder schief.  Sie liebt Gesang, Gedichte, auch gerne absurd, komplizierte Wörter und eine sehr gewählte Aussprache, solange nicht wieder ihr Hamburger Fischkopf sprachlich da reinschießen tut. “

Am 1.11.1972 wurde Juliane Zschau in Hamburg geboren. Sie studierte Pädagogik an der Universität Hamburg,  ging dann an die Schule für Schauspiel in der Hansestadt. In Karlsruhe tobte sie sich drei Jahre am Sandkorn Theater in unterschiedlichsten Rollen aus  und ging dann nach Berlin, um mit der Berliner Compagnie auf Tournee zu gehen. 2004 begegnete sie ROTE NASEN und dem Krankenhausclown Leopold Altenburg, der ihr Solostück inszenierte. Eine folgenreiche Begegnung, denn nun ist sie Klinikclown, heißt Juliane Altenburg und ist Mama von zwei Töchtern.

Weitere Infos zu Juliane Altenburg aka Clown Emma Dilemma gibt es unter www.juliane-zschau.de.

Herrlich scheitern mit Juliane Altenburg

Juliane Altenburg träumte einst davon, eine große Bühnenkarriere zu machen. War sie anfangs noch traurig, dass ihr dieser Weg nicht geebnet wurde, ist sie heute heilfroh, dass ihr Schicksal sie ganz woanders hin geführt hat. Geradewegs zu ROTE NASEN und in die Arme ihres Ehemannes Leopold Altenburg, der ebenfalls als ROTE NASEN Clown tätig ist.
Juliane erzählt so herrlich lustig, dass man nicht anders kann, als sich von ihrem witzigen Charme mitreißen zu lassen.

Und hier noch einmal das Interview zum Lesen:

Der Weg ist das Ziel

Mein Name ist Juliane Altenburg. Ich wurde 1972 in Hamburg geboren als Juliane Zschau damals noch und ich habe nach der Schule erst einmal Pädagogik studiert. Ich hatte so im Kopf in die Richtung Theaterpädagogik zu gehen, habe dann aber fest gestellt, dass ich viel lieber selber auf der Bühne stehe und habe deshalb eine Schauspielausbildung gemacht in Hamburg.

Viele Zuschauerherzen auf kleinen Bühnen erobern

Nach der Schauspielschule wäre ich am liebsten am Thalia-Theater in Hamburg engagiert worden. Da bin ich immer hingerannt. Aber ich musste dann feststellen, dass es sehr schwierig ist überhaupt zum Vorsprechen eingeladen zu werden, wenn man an einer privaten Schauspielschule war. Da kommt man dann gleich gar nicht in Frage und dieser Weg bleibt dann einem verschlossen – mir zumindest. Das fand ich sehr schade. Aber im Nachhinein muss ich sagen, dass mein Weg über eine kleines Theater in Karlsruhe, wo ich viele große Rollen spielen konnte, habe mich sehr ausgetobt, habe ganz Deutschland kennen gelernt, der richtige war. Ich dachte mir: Das ist gut, was wir hier machen. Ich glaube, an einem richtig großen Haus hätte ich sehr viel mehr Ängste gehabt. Der Weg, den ich gegangen bin bis zu den ROTE NASEN Clowns passt zu mir und ich finde es gut, wie es gekommen ist.

Der Clown ist niemals fertig

Der Unterschied für mich zwischen eine Theaterfigur, die ich als Schauspielerin entwickle und der Clownfigur ist, dass die Theaterfigur irgendwann fertig ist. Es gibt schon auch Räume, wo man leicht improvisieren kann, aber es ist doch alles sehr fest gelegt in einer Theaterinszenierung und es ist ein sehr klares Gerüst. Als Clown sind wir viel mehr wie auf einem Drahtseil. Dadurch, dass wir immer improvisieren und keine Text haben, ist es immer wieder neu und anders und mein Clown entwickelt sich weiter und verändert sich. Eines Tages merke ich „Das Kostüm passiert überhaupt nicht mehr. Es stimmt irgendwie nicht, ich fühle mich komisch.“ Es verändert sich immer im Laufe der Jahre, weil man sich selber verändert. Und weil der Clown sehr nah an einem dran ist. Und dieser Clown ist nicht fertig. Plötzlich denke, der Gang passt nicht mehr. Ich glaube, das ist einfach so: Man wird nicht fertig mit der Clownfigur. Sie ist so im Wandel. Und das habe ich jetzt verstanden, dass sich das so gehört und das es okay ist, wenn man merkt „Das passt nicht mehr, da verändert sich was“.

Emma Dilemma – der Name ist Programm

Emma Dilemma wäre gerne eine Zirkusprinzessin. Aber ihre Krone sitzt eigentlich immer schief, sie hat auch schon wieder ein Loch im Schuh. Sie liebt die Sprache. Sie hat den Kopf vollgestopft mit Balladen, die manchmal zu viele Strophen haben und dann ist es für Emma Dilemma herrlich, wenn sie in Phantasiewelten abtauchen kann und mit ihrem Clownpartner eine Comic-Sprache spricht. Emma Dilemma hat viel mehr mit mir selbst zu tun als eine Theaterfigur, die ich entwickle. Sie ist ja auch Ich: Ich liebe auch Balladen und Texte, kann mich auch verlieren in Kettensätzen. Sie hat ganz viel mit mir zu tun. Man kann sagen, sie ist mein Alter-Ego. Ich kann viel von ihr lernen, zum Beispiel: Mit Wonne zu scheitern. Als Schauspielerin auf der Bühne habe ich eher Angst vor dem Scheitern, das zum Beispiel keiner lacht, wenn es eine Komödie oder dass ich den Text vergesse. Davor habe ich Ängste vor diesem Blackout. Aber Emma Dilemma scheiter mit Wonne.

Besser geht’s nicht

Neulich musste ich kurzfristig alleine spielen, weil ein Kollege krank wurde. Da hatte ich die glorreiche Idee auf die Kinderstation ganz viele kleine Instrumente mit zu bringen und mit den Kindern gemeinsam ein Märchen zu erzählen: Die Bremer Stadtmusikanten. Jedes Tier hatte ein bestimmtes Instrument und ich wollte dirigieren. Ich hatte mir also einen schönen Plan gemacht. Die Realität sah dann ein bisschen anders aus: Es liefen 20 Kinder mit Glockenspiel, Klanghölzern und Rasseln durch den Flur. Sie waren nicht mehr zu bremsen. Einer schlug mit meiner Ukulele ein anderes Kind. Es war ein grandioses Scheitern. Aber es war irgendwie witzig. Es war zwar überhaupt nicht das, was ich mir vorgestellt hatte und eigentlich war es schrecklich. Die Schwestern der Station mussten mir zur Hilfe eilen, dass die Instrumente das irgendwie überleben. Dann habe ich anschließend verkündet: „Ja, das musste jetzt wohl so sein, denn ich heiße ja auch Emma Dilemma! Vielen Dank, ihr habt mir sehr geholfen, wieder in ein richtig schönes Dilemma zu kommen.“ Es war vom Feinsten, aber irgendwie war es auch herrlich. Als Schauspielerin wäre ich verzweifelt gewesen.