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Clown Friedel – Laura Erceg-Simon

ROTE NASEN Clown Friedel - Laura Erceg-Simon (Quelle: ROTE NASEN; Foto: Markus Pletz)

 

“Friedel möchte den Frieden in die Welt stricken, häkeln, nähen – Weltfrieden durch Handarbeit. Doch immer kommt ihr etwas dazwischen, und manchmal, vergisst sie auch was sie eigentlich wollte. Abenteuer. Leidenschaftlich gern singt sie deutsche Volkslieder, wenn ihr die Texte dazu einfallen, und ganz heimlich liebt sie russische Volksweisen, bei denen ihr die Tränen kommen.”

 

Inspiration war die Oma – Interview mit Laura Erceg-Simon

ROTE NASEN Künstlerin Laura Erceg-Simon steckt voller Talente: Sie ist nicht nur eine tolle Clownin, sondern auch ausgebildete Schauspielerin und Puppenmacherin. Zum Clown in sozialen und medizinischen Einrichtungen ist sie über ihre Freundin Jana Hampel gekommen, die ebenfalls als ROTE NASEN Clown unterwegs ist. Laura mag zwar mit ihrer einfühlsamen und ruhigen Art zart wirken, aber huch hat die Frau Power, Elan und … ein wunderbares Lachen.

Und hier das Interview zum Lesen:

Ich heiße Laura Erceg-Simon, bin 40 Jahre alt und seit zweieinhalb Jahren bei ROTE NASEN als Clown unterwegs.

Der Clownname Friedel kommt von meiner Großmutter. Die wurde von ihrem Mann immer so gerufen. Die hieß eigentlich Frieda-Maria. Meine Oma war eine ganz korrekte, religilöse Frau, die keinen Schmuck trug, weil es ihre Religion auch nicht erlaubte. Als sie starb haben wir bei ihr tausende von Schuhen gefunden, die war Schuhfetischistin. Und wir fanden drei Groschen-Liebesromane. Das passte so gar nicht zu ihr. Die hatte eigentlich nur Bibel-Literatur und klassische Schallplatten. Und das zeigte mir die andere Seite meiner strengen, korrekten Oma, die ich immer gemocht habe. Das wiederum habe ich mir für meinen Clown stibitzt: das Anarchische, das Ausbrechen, das ganz anders sein, als man erwartet. Und so entwickelt sich Friedel immer weiter, nimmt immer das auf, was bei mir im Leben gerade passiert, wechselt auch mal ihr Kostüm, wächst und geht in verschiedenste Richtungen.

Abtauchen in die Clownsurgründe

Wo ich gerne hinmöchte als Clown ist in die anarchischen Urgründe des Clowns, in das Wilde, das Freie des Clowns. Da möchte ich hin. Auch in das „immer-mehr-Riskieren, was kann ich“, die Tabus des Clowns – das möchte ich so ein bisschen ausloten. Was ich natürlich auch ausbauen möchte, sind ganz viele musikalische und Zauber-Skills. Aber das ist ja eher das Äußere des Clowns. Aber das Innere ist wirklich die Anarchie. Das bedeutet für mich Clown-Sein: absolut frei und auch absurd zu sein und gar nicht so sehr das Bild des lieben Clowns für Kinder. Denn der Clown ist viel mehr.

Clown als Schutz

Die Clownsfigur schützt enorm, ich merke das bei den Übergaben. Da hören wir dann von grässlichen Geschichten wie geschüttelte Neugeborene oder andere Misshandlungen. Dinge, bei denen ich denke „ Das geht gar nicht für mich heute“. Und dann gehe ich doch rein ins Clownspiel und hab das alles von mir abgeworfen. Dann denke ich nicht mehr daran und diese Schwere ist nicht mehr da, wenn ich als Clown unterwegs bin.

Geben und mehr zurück bekommen

Einmal sind wir in das Zimmer eines Jungen gekommen, der war aus einem Kriegsgebiet. Seine Mutter war auch im Zimmer. Er hatte ganz viele Granatsplitter in sich und am Tag zuvor alle Geschwister verloren, also richtig schlimm. In diese Situation kamen wir dann rein und wir fragten uns „Was sollen wir machen?“ Doch die Mutter hat uns sofort herein gewunken und das hat uns geholfen, unsere Unsicherheit zu überwinden. Ihre Offenheit und das Willkommen-heißen, hat uns so viel gegeben. Und das finde ich, ist ein wichtiger Punkt. Oft sind es gerade die Menschen, die so viel erlitten haben – bei denen man das Gefühl hat, dass man sie beschützen und ihnen etwas Gutes tun muss – oft sind es diese Menschen, die wirklich stark sind und uns Kraft geben können. Das finde ich ist ein ganz wichtiger Aspekt, den wir Clowns immer wieder erleben.

(Interview: Sou-Yen Kim)