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Clown Hubert von Hinten – Sören Kaspersinski

über seine Clownfigur:

Clown Hubert von Hinten - Sören Kaspersinski (Quelle: ROTE NASEN; Foto: Gregor Zielke)

Auf den ersten Blick ausgestattet mit einer majestätischen Ruhe und einer edlen, hohen Gestalt, stellt er sich selbst gern große Aufgaben, welche ihn dann aber furchtbar nervös machen.

Hubert, als “Mann von Welt”, fühlt sich natürlich dem Wohlergehen der lieben Mitmenschen besonders verpflichtet. Leider weiß er aber häufig nicht so genau wie man sich der Etikette entsprechend verhalten muss, bringt alles furchtbar durcheinander und vermag sich und die anderen meist nur noch knapp aus der peinlichen Bredouille zu retten.

Sören Kaspersinski

Geboren 1976 in Schleswig Holstein, gelernter Krankenpfleger, ist ausgebildet in Körpertheater nach Jacques Lecoq (Lispa, London) und als Klinik-Clown (Tamala Clown Akademie, Konstanz).
Sören ist seit 2010 in Berlin. Er arbeitet als freier Theaterschaffender und widmet sich aktuell mit vollem Herzen dem Verein ROTE NASEN. Daneben gestaltet er eigene Clown-Acts, Humor-Workshops sowie Theater-Eigenproduktionen mit Jugendlichen und Senioren.

Buchungen, Kontakt und weitere Projekte des Clowns Hubert von Hinten alias Sören Kaspersinski: www.theatrum-mobile.de.

Vom Krankenpfleger zum Clown – Interview mit Sören Kaspersinski

Bevor er sich dazu entschloss, Clown zu werden, war Sören Kaspersinski Krankenpfleger. Für seine Einsätze als ROTE NASEN Clown Hubert von Hinten in medizinischen und sozialen Einrichtungen ist das ideal.

Und hier noch einmal das Interview zum Lesen:

Ich bin Sören, ich bin 39 Jahre alt und jetzt seit knapp zweieinhalb Jahren bei ROTE NASEN.

Aus dem Krankenhaus an die Clownschule

Von Haus aus bin ich Krankenpfleger. Während der Ausbildung zum Krankenpfleger habe ich eine Theaterpädagogin kennen gelernt. Die hat bei uns in der Krankenpflegeschule unterrichtet und ihre Art, mit Spiel und theaterpädagogischen Mittel Themen zu vermitteln – mit Spiel, Spaß und Bewegung – das war völlig neu für mich. Ich habe dann angefangen mit einem Theaterkurs, wo ich das erste Mal den Clown kennen gelernt habe. Anschließend bin dann ich weiter gegangen nach Konstanz und habe da die Clownschule besucht. Zwei Jahre habe ich in London an der „Le Coq“-Schule für zwei Jahre ein Vollzeitstudium gemacht, wo der Clown auch nochmal ein intensives Thema war.

Ich glaube, diese Kombination zwischen Pfleger und Clown ist super, weil ich einfach die Situation und gewisse Abläufe in Krankenhäusern kenne. Außerdem spüre ich auf den Stationen, wie die Stimmung ist, wie es dem Pflegeteam, ob sie eine gute Chefin haben oder nicht … das erkenne ich einfach an gewissen Strukturen. Dafür habe ich einen ganz guten Blick. Ich glaube, der Mensch hinter der Krankenschwester wird von den Angehörigen und Patienten wenig gesehen. Und ich glaube, dass es eine ganz große Chance ist, als Clown den Mensch einfach auch mal zu streicheln und zu sagen „Hey, du bist toll! Du machst eine tolle Arbeit, du bist superwichtig. Wie kannst du das alles, das ist großartig!“

Quatsch machen ohne Reu und Tadel

Was mich am meisten am Clownsein fasziniert hat, war die Feststellung, dass all das, was in mir steckt und gerne raus möchte – ob als Kind, junger Erwachsener oder älterer Erwachsener – und wo man normalerweise mit Regeln und gewissen Normen konfrontiert wird – dass man das beim Clownsein nicht hat. Sondern im Gegenteil: Wo man sich normalerweise strenge Blicke einfangen würde, wird einem jetzt auf die Schulter geklopft und es wird gesagt „Das hast du toll gemacht“. Das finde ich wahnsinnig faszinierend, dass das so funktioniert.

 Armer Adliger, flatterhaft wie ein Schmetterling

Hubert von Hinten ist ein alter, leider völlig verarmter Adliger, der auch sonst aller Privilegien beraubt ist. Er ist sogar so arm, dass er seinen Stammbaum verkaufen musste. Er kennt sich also gar nicht mehr aus. Das andere ist, dass dem Hubert ein kleiner Schmetterling innewohnt. Und wie das bei Schmetterlingen so ist: die flattern. Und man weiß nie so genau: Werden die nun vom Wind getrieben oder wie kommt ein Schmetterling genau von A nach B? Sicher ist, er fliegt irgendwann bei A los und kommt bei B an. Aber wie er da hinkommt, das kann man nicht vorhersehen. Und ich glaube, so geht es Hubert. Er nimmt sich zum Beispiel vor, besonders gute Manieren an den Tag zu legen. Aber schon auf dem Weg zur höflichen Verbeugung passieren Sachen, die ganz sicherlich nicht adlig sind.

Zu zweit die Stille genießen

Mein spektakulärer Moment war mal in einer neuropädiatrischen Klinik. In dieser Klinik beginnen wir Clowns das Spiel immer zuerst im Gruppenraum. Die Kinder, die in der Neuropädiatrie behandelt werden, fallen zum Beispiel durch eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne auf, so dass ihre Reaktion zum Teil überborden. Es geht also in so einer Clownvisite teilweise sehr chaotisch zu, absolut unberechenbar. Und an diesem Tag waren viele Angehörige da. Es waren unglaublich viele Leute, viele Kinder in diesem Raum anwesend. Dementsprechend war es sehr laut, sehr hektisch und Hubert hat gemerkt „Um Gottes Willen. Das wird mir gerade zu viel“ und hat sich rausgeschlichen. Ich bin dann auf den Gang hinaus und habe mich erst einmal an der Wand runter gelassen und auf den Boden gesetzt. Und dann merkte ich, dass da noch ein Vater stand und zwischen seinen Beinen lugte ein kleiner Junge hervor und schaute mich mit großen Augen an. Und dann hatten wir einfach diesen Moment: Wir haben uns angeguckt und ich sagte „Puh, mir ist das jetzt auch gerade zu viel. Mir ist das viel zu laut da drin, das ist ja fürchterlich“. Ich sagte dann aber noch zu dem Jungen „Du, ich hätte gerade Lust dazu, dir ein kleines Lied zu spielen“.

Dann habe ich angefangen zu spielen. Wir sind gemeinsam den Gang runter gelaufen, haben uns in eine ruhige Ecke verzogen und haben uns so unsere eigene kleine Welt geschaffen. Danach waren wir dann auch wieder bereit für das Laute.  Das war eine sehr schöne Begegnung und hat mich nachhaltig berührt.

(Interview: Sou-Yen Kim)