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Ein Clown in Südafrika

Unser künstlerischer Leiter Reinhard Horstkotte ist nicht nur passionierter Clown mit Leib und Seele. Seine Leidenschaft gilt der Begegnung mit Menschen schlechthin und das in aller Welt. Weil er dadurch viel lernt, für sich, für das Clownspiel und letztlich auch für die kleinen und großen Patienten. Im Oktober vergangenen Jahres war er in Nieu Bethesda, einer Kleinstadt in der Provinz Ostkap in Südafrika. Viel hat Reinhard dort erlebt, was erst einmal verarbeitet werden musste. Hier nun endlich sein Bericht aus Nieu Bethesda.

 

Vom 7. bis 21. Oktober 2013 war ich in Nieu Bethesda,  um mit den selben Menschen an Clownerie und Performance  zu arbeiten wie die letzten beiden Male davor. Es war das erste Mal, dass wir außerhalb der vertrauten Umgebung, nämlich in einer großen Township-Schule in Port Elisabeth,  auftreten sollten. Jeni Couzyn, die Direktorin des Art Centres, betonte wie wichtig es ist, dass die Gruppe die Qualität Ihrer öffentlichen Auftritt verbesserte.

 

Vier Koffer mit Ideen und Kostümen

Afrika01 Von Berlin brachten wir vier Koffer mit Kostümen. Die Idee war, von hier aus lustige und poetische Charaktere zu entwickeln, die wir dann wir unsere Auftritt verwenden konnten. Die Leute mussten lernen, was es heißt sein Freude und Spaß vor einen Publikum zu zeigen, damit es daran teilhaben konnte. Was bedeutet es die Spannung zu halten. Warten bis man spricht, aber nicht zu lange warten sonst wird es langweilig. Also arbeiteten wir viel an „Timing“.  Auch hier in Afrika war es der Geist des „Spiels“, der viele Dinge, die sonst sehr schwierig zu erklären sind, viel einfacher machte. Wenn die Künstler in Ihrer Natürlichkeit „spielten“, schien der ganze Auftritt mühelos, einfach und sogar professionell zu sein. Fanden wir das Spiel nicht, konnte man den Mangel an Technik sehen, da niemand eine Schauspielschule besucht hatte. Wenn die Leute spielten, hatten sie das richtige Zeitgefühl.

 

Das Publikum lesen lernen

Afrika02Natürlich gab es auch noch andere Herausforderungen. Performer, Clowns und Geschichtenerzähler müssen ihr Publikum „lesen“. Das heißt, wir müssen in das Publikum schauen und herausfinden, ob sie begeistert, amüsiert oder gar gelangweilt sind. Wenn dem Publikum langweilig ist, müssen wir etwas tun (oder lassen), um sie zurück zu holen. Es ist keine einfache Aufgabe offen, unschuldig und sogar verletzlich zu sein, dabei in das Publikum zu schauen und während dessen mit dem Bühnenpartner zu spielen.

Ich hatte den Eindruck dass alle 17 Künstler der Gruppe einen großen Wissens– und Erfahrungsdurst hatten. Viele Themen in dem Workshop machten in vielerlei Hinsicht Sinn: Aufmerksam zu sein, zu lachen und andere zum lachen zu bringen. Denn nicht nur in Deutschland habe die Menschen die Tendenz, sich selbst zu ernst zu nehmen. Und gerade hier in Afrika ist das sehr verständlich.

Eines Vormittags kam der 12-jährige Sohn von einer der Künstlerinnen zur Probe. Ein Lehrer hatte ihn mit dem Stock geschlagen, weil der Junge sein Buch vergessen hatte. Ich war sehr traurig als ich den Jungen weinen sah. Es hätte mein Sohn sein können, der im selben Alter ist.  Jeni schlug vor, dass ich ihm einen Zaubertrick zeige. Als ich das tat, lachte der Junge wieder und half mir, meine Traurigkeit und Wut über den Lehrer zu überwinden. Durch die jahrelange künstlerische und therapeutische Arbeit – wie z.B. das Cleanmeeting aber sicher auch die Clownworkshops – die Jeni Couzyn im Arts Centre organisiert, sind die Künstlerinnen und Künstler immer selbstbewusster geworde,n um gegen diese Art der Ungerechtigkeit aufzustehen. Als der Junge gegangen war, setzten sich alle Künstler zusammen und berieten sich, wie sie gegen diese Gewalt vorgehen konnten. Sie entschlossen sich die Schulleitung anzurufen und mitzuteilen, sollte dies noch einmal geschehen, den Lehrer anzuzeigen. Und das taten sie.

 

Eine neue Performance-Group?

Zum dritten Mal empfand ich meine Reise als großen Erfolg. Dieses Mal etwas anders. Durch unseren Auftritt in Port Elisabeth mussten wir „Nägel mit Köpfen“ machen und ein Auftritt für ein „fremdes“ Publikum inszenieren. Ein erster Schritt außerhalb der Welt Nieu Bethesda – mitten in der Wüste und vielleicht ein erster Schritt zu einen echten Performance Group. Sie könnten in Kindergärten, Schulen auftreten und sogar in Krankenhäusern spielen.

Ein Video über die Arbeit in Nieu Bethesda