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Endlich wieder lächeln – ROTE NASEN beim Lageso

02ROTE NASEN_LaGeSo_DiakonieDie Lageso – ein Kürzel, das durch sämtliche Medien geht. Lageso steht für Landesamt für Gesundheit und Soziales. Sie ist die Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge im Land Berlin und symbolisiert in gewisser Weise die bundesweite Überforderung in der Auseinandersetzung mit dem Flüchtlingsthema. Unzählige Menschen kommen bei der Lageso an, die Mitarbeiter dort können die hohe Anzahl an Anträgen kaum bearbeiten. Ein Ende scheint nicht in Sicht. Wen wundert es, dass sich sowohl unter den Flüchtlingen als auch Behördenmitarbeitern eine perspektivlose Stimmung breit macht. Der Herbst und der kommende Winter verbessern die Situation nicht, im Gegenteil: Die Menschen, Groß wie Klein, frieren, campieren im Park, auf dem Gelände der Lageso, auf staubigen Böden unter Bäumen. Immer in der Hoffnung, nun doch registriert und in eine Unterkunft gebracht zu werden. Doch die Zuversicht schwindet bei vielen zusehends: Frust macht sich breit, zum Teil auch Aggression.

Unfassbar, auch für ROTE NASEN Clowns

In diese Situation kommen ROTE NASEN Clowns am 6. Oktober das erste Mal zur Lageso. Der Diakonie Pflege-Verbund, der gleich neben dem Landesamt seinen Sitz hat, hat jeden Tag die wachsende Menschenmenge vor Augen und bat daher ROTE NASEN, den Flüchtlingen für einen Moment Wärme, Menschlichkeit und Lachen zu schenken. Dieser Bitte ist ROTE NASEN gerne nachgekommen – mit vielen Fragen: Was würde die Clowns erwarten? Wären die Geflohenen verschreckt? Wie werden die Clowns aufgenommen?

Schon bevor die Künstler das Areal betreten, auf dem die Lageso ist, sehen sie viele Menschen. Mütter und Kinder, die auf dem Boden auf Decken hocken und liegen. Erwachsene in kleinen bunten Zelten, die aussehen wie eine Kinderzimmerdekoration und doch ein bisschen Privatsphäre bieten sollen. Väter, die mit ihren kleinen Söhnen vor dem Toilettenhäuschen warten. Und eine große Traube Menschen. Unfassbar groß. Eng und dicht gedrängt stehen sie direkt vor dem Gebäude der Lageso. Fast wie bei einem Rockkonzert, nur dass es sich hier nicht um ein schönes Event handelt, sondern um die Warteschlange der Hoffnung – oder Verzweiflung. Je nachdem wie man es sieht. Es ist unbeschreiblich, welche Szenen sich dort abspielen, mitten in Berlin. Mitten in Deutschland. Man kann nur ahnen, wie es in Flüchtlingslagern in Jordanien oder im Libanon zugeht. Dabei ist das hier nicht einmal ein Lager, sondern die Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge.

Clowns mit Flattern im Bauch

Die Künstler Matthew Burton (Clown Bemoll), Sterling Hayden (Clown Silver) und Tina Speidel (Clown Artichaud) sind nervös, haben ein Flattern im Bauch. Während sie sich umkleiden, fragen sie sich, was man den Menschen bieten könnte. Eine Show? Oder eher eine Clownvisite? Sollen Instrumente ausgepackt werden? Hoffentlich geht alles gut.

Doch sobald sie in Kostümierung über das Gelände gehen, verfliegt die Nervosität. Die Clownsmaske hilft eben auch den Künstlern. Es dauert keine zwei Minuten, da wollen die ersten Menschen Selfies mit Bemoll, Silver und Artichaud machen. Die Clowns bleiben nicht lange unbemerkt: Mit ihren lustigen Kostümen, der Gitarrenmusik und dem Quatsch, den sie machen, zaubern sie den Menschen sofort ein Lächeln ins Gesicht. Zaubern, verzaubern – das sind oft strapazierte Formulierungen, die vielleicht sogar floskelhaft klingen. Aber die Diakonie-Mitarbeiterin, die die Künstler über das Gelände führt, bestätigt, dass der Clown vielleicht doch etwas Magisches an sich hat: „Ich habe die Menschen hier noch nie lächeln sehen, geschweige denn lachen. Alle sind so ernst und sehen mitgenommen aus. Und kaum seid ihr hier, strahlen die Gesichter. Das ist toll.”

Es ist eine berührende, aber auch erschöpfende Begegnung. Erwachsene fotografieren Bemoll unermüdlich, wollen Selfies mit ihm. Die Kinder können sich kaum von den Clowns lösen, besonders nicht von Tina. Vor lauter Übermut zerreißen sie sogar ihr Kostüm. Als auch noch das wertvolle Saxophon in Gefahr ist, beenden die Clowns die Visite. Es sind ohnehin schon drei Stunden vergangen. So schnell ist die Zeit verstrichen. Mit vielen Eindrücken, die die Künstler noch Stunden danach beschäftigen.