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Leben in den Hangars eines Flughafens

ROTE NASEN Clowns und Hangars (Foto: Gregor Zielke)Der ehemalige Flughafen Tempelhof wurde Ende 2015 als vorübergehende Herberge für all jene geöffnet, die vor Krieg und Folter aus ihrer Heimat geflohen sind. Eigentlich sollen die Menschen hier nicht länger als ein paar Wochen untergebracht sein. Doch Wohnraum ist knapp, auch in einer so großen Stadt wie Berlin. So harren die Menschen monatelang in Parzellen aus Pappe. Leben kann man das schwer nennen.

Seit Anfang Juni gibt es nun auch ROTE NASEN Clownvisiten in Deutschlands größter Notunterkunft für Flüchtlinge. Dank einer Spende des Vereins Spatz e.V., der ein Förderverein des St. Joseph-Krankenhauses ist (Anmerk.: ROTE NASEN spielen im St. Joseph-Krankenhaus regelmäßig seit 2007), besuchen die Clowns die Hangarbewohner und machen für sie ein spezielles Programm.
Juliane Altenburg alias ROTE NASEN Clown Emma Dilemma schildert hier ihre Eindrücke ihres ersten Besuches dort.

Da stehen wir: Drei kleine bunte Clowns in den riesigen Hangars des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Nun ja, so klein sind wir auch wieder nicht, B-Moll und LeoFinow sind sogar ziemlich groß. Aber ich fühl mich klein. Und gleichzeitig bin ich schon ganz aufgeregt und freue mich auf die vielen, vielen Kinder. Wir sollen ihnen zeigen, wie man seine Zähne am besten schützt – mit Zähneputzen. Ich habe ein Zahnputzlied erfunden, das irgendwie arabisch klingt und ich bin gespannt, wie sie das finden.

Die riesige Tür zu Hangar 2 wird vom Sicherheitsmann geöffnet und wir legen los. Ich gehe mit meinem kleinen Tambourin vorneweg. Wir Clowns spielen eine kleine Melodie, ich gebe den Rhythmus an. Sofort kommen Kinder mit großen braunen Augen angerannt. Sie stimmen gleich mit ein und die Atmosphäre in den Hangars verändert sich. Was passiert hier? Wer sind diese drei bunten Typen da?

Unser künstlerische Leiter, Reinhard Horstkotte, ist heute mal nicht der ROTE NASEN Boss, sondern unser Assistent. Er hat einen tragbaren Bühnhintergrund, eine Spider-Wand, aufgebaut und uns eine provisorische Bühne hergerichtet.

Mit der Kinder-Karawane erreichen wir die Bühne und stimmen mit ihnen ein arabisches Lied an „Tahia Tahia“. Es soll ein Willkommensgruß sein. Die Kinder klatschen im Rhythmus mit und es ist schön. LeoFinow hat heute Geburtstag und er bekommt von mir lustige und poetische Dinge geschenkt, mit denen man Quatsch machen kann. Und B-Moll schenkt ihm ein seltsames grünes Ding mit langem Stiel und Borsten. Was ist das?

LeoFinow versucht, damit zu telefonieren. Ich verwende es als Bürste für Bart und Haare, aber was wir auch tun, es scheint nicht richtig zu sein. Die Kinder zeigen uns Zahnputz-Bewegungen. Schließlich verzaubert Bemoll das Ding. Und das Ding zeigt LeoFinow auf magische Weise wohin es will. Es will immer wieder zu seinen Zähnen. Es ist eine übergroße Zahnbürste!

Wir singen mit Zahnputzbewegungen das Zahnputzlied und die Show ist zu Ende. Dann ziehen wir wieder los mit Parade, die Zahnbürste stolz erhoben vorneweg und die Kinder kommen ganz nah zu uns und halten mir ihre Zähne hin. Berührungsängste haben sie nicht. Ich putze allen pantomimisch mit der großen Zahnbürste die Zähne und die Kinder quietschen vor Vergnügen.

Wir gehen noch in andere Hangars und haben sehr schöne Begegnungen mit den Menschen. Eine Mutter schaut ihren kleinen Sohn ganz glücklich an, der sich ausschüttet vor Lachen. Große staunende Kinderaugen, lachende Gesichter. ROTE NASEN Mission erfüllt.
Dann spazieren wir Clowns raus aus den Hangars, wo eine Gruppe Jungs Fußball spielt. Ein Junge kommt auf uns zugelaufen und ruft: 

“LeoFinow Happy Birthday!”
Er rennt wieder zurück zu den Fußballern. Da winkt einer der anderen Fußballspieler zu uns herüber:
“Hey LeoFinow! Happy Birthday to you!”

Ja, das war ein ganz besonderer Geburtstag.