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15 Jahre ROTE NASEN Deutschland e.V.!

Seit 15 Jahren bringen unsere ROTE NASEN Clowns Freude und Hoffnung zu kleinen und großen Menschen in Not. Reinhard Horstkotte, künstlerischer Leiter, Nina Donder, veranwortlich für die Spendenbetreuung und Paul Kusterman und Susanne Stallmann, Initiatoren von ROTE NASEN, waren von Anfang an dabei. Ein gegebener Anlass, um nachzufragen… Wie war das eigentlich damals, als alles anfing? Und wie ist es heute?

Als ich vor 15 Jahren anfing…

Reinhard Horstkotte: …für ROTE NASEN also Clown zu spielen, war ich vor allem fasziniert wie „ernst“ die Organisation die Arbeit nahm. Für mich war und ist das Spiel des Clowns eine große Kunst. Ich hatte den Eindruck, dass alle bestrebt waren, diesen Anspruch zu leben. Auch die internationale Ausrichtung war nicht nur interessant für mich persönlich, sondern auch eine Antwort auf eine immer enger zusammen wachsende Welt.

Nina Donder: …befand ich mich noch in meiner Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau und war im Bereich der Clownkoordination tätig. Wir spielten in vier Einrichtungen mit ungefähr 12 Clowns. Im Büro waren wir Anfangs zu viert, ein kleines Team in einem kleinen Büro.

Paul Kusterman/ Susanne Stallmann: …ROTE NASEN in Berlin zu etablieren, ging es vor allem darum, das Organisatorische um die ganze Clown-Arbeit (Finanzierung, Verwaltung, Aus- und Weiterbildung von Clowns, Projekt-Akquise und Betreuung, Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung mit anderen verwandten Organisationen, u.s.w.) so zu professionalisieren, dass die hohe künstlerische Qualität die wir bereits bei CliK e.V. etabliert hatten, gesund weiter wachsen konnte. Zurückblickend ist genau das gelungen. Heute stehen wir mit über 40 Programmen in Berlin und Brandenburg auf solidem Fuß und ernten überregionalen Respekt für die hohe Professionalität unserer Arbeit, sowohl künstlerisch wie auch institutionell.

Fröhlichkeit für Kinder im Krankenhaus – seit 15 Jahren!

Wie hat sich die Arbeit von ROTE NASEN bzw. der ROTE NASEN Clowns in der Zeit entwickelt/verändert?

Reinhard Horstkotte: Der Geist ist im Grunde geblieben. Wir sind enorm gewachsen, die Organisationsstrukturen sind noch professioneller geworden. Nicht zuletzt aus diesem Grund werden wir von der Gesellschaft auch ernster genommen. Auch die finanzielle Situation hat sich dank der Spender im Laufe der Zeit stabilisiert, was eine Bestätigung unserer Arbeit bedeutet.

Nina Donder: Unser Verein ist sehr groß geworden, auch der Arbeitsaufwand ist dadurch gewachsen. Aber nicht nur das: In der Öffentlichkeit haben wir nun einen festen Platz. Man weiß heute mehr als früher, was Clownarbeit in medizinischen und sozialen Einrichtungen ist und das macht es mir und meinen Kolleginnen noch leichter, den Menschen unsere wichtige Arbeit noch näher bringen. Im letzten Jahr war es uns möglich, mit 26 Clowns in 38 Einrichtungen rund 35.000 Menschen Lachen und neuen Lebensmut zu schenken. Und das macht mich sehr stolz.

Paul Kusterman/ Susanne Stallmann: Vor 15 Jahren waren wir eine kleine Familie von fünf oder sechs Leuten mit zwei Programmen und zwei Aktenordnern. Heute sind wir Teil einer internationalen Organisation mit 26 Clowns und 15 Mitarbeitern im Büro – alle im Dienst der guten Sache. Die Aufgaben-Verteilung ist entsprechend viel kleinteiliger geworden und die organisatorische Komplexität enorm gewachsen.

 

 

Darum bin ich eine überzeugte ROTE NASE!

Reinhard Horstkotte: Unser Verein ROTE NASEN ist ein wunderbares Vehikel, um den Geist des Clowns in die Welt zu bringen. Denn gerade in diesen Zeiten braucht es die „Verrücktheit“ der Clowns. Früher brauchten die Menschen eher Zerstreuung und Abwechslung. Heute aber brauchen die Menschen Beziehungen und genau die sind es, die ROTE NASEN mit seinen Clowns herstellen und ermöglichen.

Nina Donder: Die Arbeit bei ROTE NASEN erfüllt mich sehr. Es ist so wertvoll zu wissen, dass man jeden Tag mit seiner Arbeit, Menschen in schwierigen Lebenssituationen Unterstützung schenkt. Mit so wundervollen Menschen wie unseren Clowns und unserem Büro Team zu arbeiten ist für mich ein Geschenk.

Paul Kusterman/ Susanne Stallmann: Weil der Spirit dieser Arbeit intakt geblieben und zu spüren ist in allen Aspekten der Organisation.

Dieser geflüchtete Junge freut sich über Clown Filou!