Ein Porträt von dem Clown LeoFinow

LeoFinow

Leopold Altenburg
seit 2003 bei ROTE NASEN in Berlin/Brandenburg tätig
Die Kunst schafft die Brücke zum Patienten, zu den alten Leuten oder zu den psychisch Kranken.

Das bin ich

LeoFinow ist ein sehr kontrollierter Clown, der genau weiß, was er will und wohin der Weg führen soll. Sein Problem ist, dass seine Clownpartner, die Menschen, denen er begegnet, oder einfach nur das Wetter nicht so mitspielen, wie er möchte. Unberechenbare Situationen werfen ihn völlig aus der Bahn. Sobald er das Gefühl hat, die Situation wieder im Griff zu haben, ist er glücklich. Und so ist LeoFinow immer hin- und hergerissen zwischen dem, was er will, und dem, was um ihn herum passiert.

Ausbildung

  • Schauspielstudium am Konservatorium in Wien
  • Red Noses International Zertifizierung als Klinikclown

Besondere Begegnung

Eine Psychiatriepatientin, der ich begegnet bin, hat sich immer als Mutter Gottes, Maria, gefühlt. Sie hat gerne viel gemalt.

Eines Tages kam ich in ihr Zimmer, und sie saß inmitten ihrer Kuscheltiere und sagte zu mir: "Ich habe etwas herausgefunden. In allen meinen Kuscheltieren sind Wanzen eingenäht."

Daraufhin fragte ich sie, wo denn ihre Stifte seien. Und sie antwortete mir, dass die Stifte ihr weggenommen wurden. Ich nahm dann eines der Kuscheltiere in die Hand und hielt es wie ein Mikrofon vor meinen Mund und rief: „Wir brauchen Stifte!“ Die Patientin musste lachen. Und obwohl sie wusste, dass sie krank war, hat sie dies in diesem Moment vergessen können.