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Clown GoGo – Luise Lähnemann

ROTE NASEN Clown GoGo - Luise Lähnemann (Quelle: ROTE NASEN; Foto: Markus Pletz)“Geboren bin ich 1976 in Lüneburg und aufgewachsen in Nürnberg. In Zürich habe ich die Theater Hochschule abgeschlossen und in New York das Lee Strasberg Institute besucht. Danach bin ich an verschiedenen Theatern aufgetreten (Von Hamburg bis Lyon). Seit 2004 bin ich in Berlin und habe dort mit meinem Kollegen Eckhard Greiner das Theater am Schlachthof  mitbegründet. Außerdem habe ich ein Solo über Königin Luise gespielt. Ich bin sehr froh 2006 über Clown GOGO gestolpert zu sein. Gogo ist frech und offen, scheu und schüchtern.  Zwei Schritte vor und einer zurück. Beide lieben Musik (Luise Saxophon und Klavier; Gogo Ukulele und Gesang) und das Reisen. Deswegen trägt Gogo mit ihren 151,5 cm 40cm hohe Meilensteifel. GOGO freut sich, sich mit Euch die Schätze der Welt, die überall, stecken zu entdecken.”

Weitere Informationen über Luise Lähnemann erhalten Sie über ihre Agentur Eichhorn.

Clown GoGo sucht einen Paten! Informieren Sie sich hier über eine Clownpatenschaft, um kleinen und großen Patienten heilsames Lachen zu schenken.

In ihrer ROTE NASEN Clownfigur GoGo ist Luise Lähnemann frech, vorlaut, unterbricht andere und klettert über Tische und Stühle. Alles Dinge, die sich die wohlerzogene Luise nie zutrauen würde. Dafür ist sie viel zu zurückhaltend, vielleicht auch ein bisschen unsicher. Muss sie aber nicht sein, schließlich kommt GoGos Energie und Übermut aus der ganz privaten Luise heraus. Zwei große Herzen schlagen in ihrer Brust, soviel steht fest, und dafür lieben wir sie auch: unsere Luise alias GoGo.

Und hier das Interview noch einmal zum Nachlesen:

Hallo, ich bin Luise Lähnemann, ich bin 38 Jahre, habe zwei Kinder, bin von Haus aus Schauspielerin und seit 2006 bei ROTE NASEN. Davor habe ich eine Fortbildung im Clownlabor bei Paul Kustermann und Leopold Altenburg gemacht.

 Aus dem Bauch heraus und neue Perspektiven aufs Leben

Ich saß mal zwischen Engagements zuhause und da war so ein Riesenloch. Da überlegt man, dann „Was mache ich nun? Kellnern, Briefe schreiben, neue Bewerbungen?“ Ich wollte aber so gerne spielen und etwas tun, das mir Freude macht.
Ich fragte dann meine Tante, und die fragte „Was würdest du denn richtig gerne machen?“
Da habe ich gesagt „Krankenhausclown“. Aus dem Bauch heraus, ohne darüber nachzudenken. Ich habe dann im Internet recherchiert. Da ging gerade das Clownlabor los und das war ein Riesenglück für mich – weil die Arbeit total Spaß macht, ich zum spielen komme, zugleich aber auch hinter den Vorhang schaue und andere Perspektiven aufs Leben kriege.

Clownarbeit ist Forschungsarbeit

Der Clown ist viel dichter an einem dran. Als Schauspieler kriegt man Rollen und in den Rollen schaut man, was haben die mit mir gemeinsam oder sind sie weit von mir entfernt. Der Clown aber legt eine große Vergrößerungslupe auf dich selbst, auf deine eigenen Schwächen und deine eigenen Stärken. Es ist eine große Forschungsarbeit, an der man auch immer dran bleibt. Das Schöne beim Clown ist, dass du eine viel kindlichere Sicht behalten darfst. Du darfst immer sehr naiv in die Welt schauen und das liebe ich. Das ist vielleicht auch anders als bei so einer Theaterrolle, die auch viel erwachsener ist und viel durchlebt hat. Das ist beim Clown anders, weil man die Welt immer wieder neu entdeckt.

Lernen für den Alltag

Ich lerne im Clownspiel auch für den Alltag. Ich würde auch sagen, dass der Clown mir mehr hilft als ich dem Clown. Die Art mit Schmerz umzugehen, als Clown, hilft mir auch zuhause als Mutter bei meinen Kindern. Es gibt da zwei Wege: Den einen, wenn ich sofort zu meinem Kind renne, weil es ruft vor Schmerzen oder den anderen in dem ich sage; „Ach das ist ja nicht so schlimm.“
Da gibt aber einen Weg dazwischen, wo ich dann sage: „Lass mal schauen. Wir pusten deinen Schmerz über fünf Dächer und dann landet er im Teich und die Ente verschluckt den Schmerz.“ Und schon lacht man zusammen. Man nimmt den Schmerz des Kindes zwar ernst, aber man hebt ihn auf eine andere Ebene.

Man kann etwas verändern

Ich hatte einmal ein schönes Erlebnis. Ich war zu Gast bei meinen Schwiegereltern und da fiel ein Clown aus und ich durfte schnell einspringen. Das war eine Visite in einem Krankenhaus, das ich nicht kannte, mit Kindern, die ich nicht kannte, aber mit einer Kollegin, die ich schon von Workshops kannte. Wir kamen dann zur Übergabe und die Schwester erzählte uns von dem Jungen, der nicht trinken wollte. Und sie sagte: „Wenn er nicht trinkt, dann muss er an die Infusion. Könnt ihr da nicht irgendwas machen.“ Als Clown bemühst du dich, nicht pädagogisch zu sein und versuchst die Sachen zu vergessen und frei aus dem Bauch heraus zu spielen.

Wir kamen also in das Zimmer hinein, und ich habe mir keinen Plan vorher gemacht. Ich bin da rein marschiert, sah die Wasserflasche und fragte „Wie trinkt man denn daraus“ und kippte mir das Wasser in den Ausschnitt.
Und der Junge zeigte mir dann, wie man aus der Flasche richtig trinkt. Dann kippte ich mir das Wasser noch in die Ohren, in die Nase und die Kollegin hat mitgemacht und überall das Wasser hingeschüttet, nur nicht in den Mund. Und der Junge hat total gelacht und die ganze Flasche leer getrunken. Am Ende standen alle Krankenschwestern an der Tür und haben zugeschaut mit Riesen-Telleraugen. Es war eine total schöne Atmosphäre in dem Zimmer, weil es wie eine Show war. Es haben viele zugeschaut, es war Lachen im Raum, es war eine total gelöste und schöne Atmosphäre. Zugleich habe ich innerlich triumphiert, weil er nicht an die Infusion musste. Man hatte also nicht nur das Theater und den Applaus, sondern man kann wirklich was verändern.

Zusatzfarben in den Alltag bringen

Für die einzelnen Kinder jeweils glaube ich schon, dass sich etwas verändert. Die Ärzte und Schwestern sind oft angespannt, für die ist es zwischendurch auch eine Erleichterung, wenn sie mal loslassen und lachen dürfen. Es ist einfach eine Zusatzfarbe, die wir reinbringen dürfen und können, die dort noch nicht ist. Und sie haben andererseits das Medizinische, das wir nicht haben. Das ergänzt sich dann gut.

(Interview: Sou-Yen Kim)