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Clown LeoFinow – Leopold Altenburg

Clown LeoFinow - Leopold Altenburg (Quelle: ROTE NASEN; Foto: Markus Pletz)

“LeoFinow ist ein sehr kontrollierter Clown, der genau weiß, was er will, und wohin der Weg führen soll. Sein Problem ist, dass seine Clownpartner, die Menschen denen er begegnet oder einfach nur das Wetter nicht so mitspielen, wie er möchte. Unberechenbare Situationen werfen LeoFinow völlig aus der Bahn. Sobald er das Gefühl hat, die Situation wieder im Griff zu haben, ist er glücklich.”

Leopold Altenburg, geboren 1971 in Graz, ist seit seiner Schauspielausbildung am Konservatorium in Wien als freischaffender Schauspieler im deutschsprachigen Raum tätig. Theaterengagements hatte er unter anderem beim Theaterlabor Bielefeld, bei der Berliner Compagnie oder beim Weltalm-Theater in Bern. Auch war Leopold Altenburg in verschiedenen österreichischen- und deutschen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. 2012 wurde auf der Berlinale der Film „Beziehungsweisen“ von Calle Overweg präsentiert, mit Leopold Altenburg in einer Hauptrolle.

Als Regisseur inszenierte er u.a. „Macbeth“ von William Shakespeare, „Bastien und Bastienne“ und „Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart, „Der Kontrabass“ von Patrick Süskind und das Solostück mit seiner Frau Juliane Altenburg „Die Schöne und der Stier“ von Thomas Rau. Seit 1999 arbeitet er mit dem Liedermacher Thorten Wadowski als kabarettistisches Duo „Leopold & Wadowski“.

Während eines Clownworkshops verliebte sich Leopold Altenburg in die Figur des Clowns und ist seit 1995 als ROTE NASEN Clown im therapeutischen Bereich aktiv – zunächst in Österreich und ab 2003 in Berlin. Darüber hinaus bildet er Clowns für den medizinischen und sozialen Institutionen aus. 

Weitere Infos zu Leopold Altenburg gibt es unter leopoldaltenburg.com

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Von Anfang an eine ROTE NASE  – Interview mit Leopold Altenburg

Ach ja, der Leopold! Mit seiner eindrucksvollen Baritonstimme und dem wunderbar österreichischem Akzent erzählt er von der Kunst, ein ROTE NASEN Clown zu sein, was es bedeutet, den Moment zu erspüren und wie es ist, wenn man als Clown total versagt und einen kleinen Jungen fragen muss “Findest du mich denn gar nicht lustig?”.

Das alles erzählt Leopold mit Lachen in den Augen, das einem sagt “Always look on the bright side of life”.

 

Und hier noch einmal das Interview zum Lesen:

Ich bin Leopold, geboren in Graz, bin jetzt 43 Jahre alt, in Graz auch aufgewachsen. Ich habe die Schauspielschule in Wien besucht und bin irgendwann nach Bielefeld gekommen und von dort nach Berlin.

ROTE NASEN Urviech

Während der Schauspielschule habe ich einen Clownworkshop besucht in der Schauspielschule und da habe ich die Liebe zum Clown entdeckt.  Und da hat eine Kollegin gesagt:
„Hör mal, du hast Spaß am Clown, da gibt es die ROTE NASEN, die haben sich damals frisch gegründet in Wien, bewirb dich doch mal bei denen.“
Das habe ich dann tatsächlich gemacht. Und kurz nach der Schauspielschule hat sich der Verein dann bei mir gemeldet und gesagt:
„Wir brauchen jetzt dringend Clowns“.
Und so war das eigentlich meine erste Arbeit, die ich gemacht habe, direkt nach der Schauspielschule. Ich bin sozusagen ein Urviech der ROTE NASEN.

Scheitern als Motivation

Also ich weiß noch, dass ich bei der allerersten Clownvisiten sehr überfordert war. Ich saß bei einem Jungen auf dem Bett saß und fragte ihn:
„Findest du mich überhaupt komisch?“
Und der sagte: „Naja, ich weiß nicht …“

Aber es hat mich auf der anderen Seite motiviert, du musst jetzt da besser werden. Das Wichtigste ist auf jeden Fall das Erspüren des Momentes. Das ist eine ganz entscheidende Sache. Wenn wir ins Zimmer kommen, müssen wir gleich spüren, wie kann ich hier vorgehen. Kann ich jetzt laut sein? Oder ist es erst einmal wichtig, ganz ruhig zu sein? Kriegen wir im ersten Moment mit, dass ein Kind Angst hat, lass uns auch Angst haben und uns zurückziehen. Lass uns das Gefühl des Kindes spiegeln. Dadurch wird das Kind mutiger. Also diesen ersten Moment, den vorher zu erspüren, ist anders als beim Bühnendarsteller. Der Bühnendarsteller muss natürlich auch das Publikum erspüren, aber lange nicht so sensibel wie das ein Krankenhausclown können muss. Das ist, wie ich finde, etwas sehr Wichtiges. Das ist vielleicht sogar das Wichtigste. Aber dazu kommt die künstlerische Fähigkeit, die sehr ausgeprägt sein muss und wo es auch immer Fortbildungen gibt, so dass wir immer besser werden.

Brücken schaffen mit der Kunst

Das Künstlerische schafft auf jeden Fall eine Brücke und verändert die Atmosphäre. Also es ist wie ein Blumenstrauß, der in einen Raum kommt und der eben etwas Neues schafft. Das kann man nicht einfach, indem man nur die rote Nase aufsetzt und drauflos spielt. Dann könnte man ja als Karnevalsclown in die Zimmer kommen. Das ist aber nicht die Idee, sondern die Kunst schafft eben die Brücke zum Patienten, zu den alten Leuten oder zu den psychisch Kranken. Was wichtig ist für uns alle, dass wir nicht nur Krankenhausclowns sind. Dass wir alle auch unsere Inspiration und unsere finanzielle Absicherung auch woanders holen. Ich selber mache ja auch Schauspiel, Regie, bin Kabarettist, und gebe immer wieder Workshops. Und das hilft mir schon auch bei der Arbeit im Krankenhaus, die ich im Monat etwa zehn Mal mache. Damit ich auch eine andere Inspiration habe und auch etwas anderes erlebe.

Doktortitel ohne Studium

Den LeoFinow gibt es seit 2003. Im Herbst 2003 habe ich in Berlin angefangen als ROTE NASEN Clown. Damals habe ich in der Finowstraße gewohnt, so entstand dieser Name. In Wien hieß ich anders. Da hatte ich einen Doktortitel. Die Wiener Clowns hatten einen Doktortitel, ohne studiert zu haben. Und damals hieß ich Dr. Leo Leotschek. Hat auch viel mit mir zu tun, weil mein Vater mich als Kind Leo Leotschek genannt hat. Und deswegen habe ich mich so genannt. Weil ich Legastheniker bin, habe ich schon mal daran gedacht, mich Professor Leo Sthenika zu nennen. Vielleicht wird das mein dritter Name. Oder ich nenne mich mit Vornamen Leofino Leostehnika. Also Dr. Leofino Leostehnika.

Der LeoFinow ist jemand, der gerne alles unter Kontrolle hat. Er hat auch einen ziemlich klaren Plan, was er vorhat. Aber da ist es leider so, dass das Umfeld das so nicht mitmacht. Also da gibt es eine Partnerin, die was völlig anderes macht. Und das macht mich wahnsinnig und dann muss ich mich erst einmal darauf einlassen und mache mit. Aber ich will wieder zu dem kommen, was ich eigentlich will. Und so ist LeoFinow immer hin- und hergerissen zwischen dem, was er will und was um ihn herum passiert, worauf er sich gern einlässt, aber wo er die Hoffnung hat, dass er zu seiner Geschichte wieder zurück kommt.

(Interview: Sou-Yen Kim)