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Clown Mompitz – Moritz Berg

Clown Mompitz - Moritz Berg (Quelle: ROTE NASEN; Foto: Markus Pletz)

“Mompitz,  Direktor und OneClown-Bigband vom körpereigenen Flohzirkus Zwick-Zwack,stromert recht orientierungslos durch die Weltgeschichte. Er flaniert und schwadroniert, ist ängstlich wegen der vielen Kuschelmonster überall, mutig beim Schäkern mit den Muttis und schneller als die Papas. Er steht oft auf den Schlauch, spontan reimen kann er aber auch. Hat er was verbockt, wird als Entschuldigung gratis losgerockt. Klingt oft nicht schön, aber selten ( es kam schon vor, dass die Patienten seine Lieder mitjaulten…äh bellten).”

Moritz Berg, 1964 in Hildesheim geboren, war nach seinem Studium bis 1993 als Sozialarbeiter tätig. 1994 machte er eine Ausbildung an der Schule für Tanz und Theater in Hannover und ist seit dem als Liedermacher, Clown, Komiker und Filmschauspieler unterwegs.

Informationen über Moritz Berg als Komiker gibt es unter www.humorarbeiter.de bei seiner Schauspielagentur underplay

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Humorarbeiter Moritz Berg

ROTE NASEN Clown Moritz Berg ist eigentlich kein Mann großer Worte. Dabei hat er wirklich viel Interessantes zu erzählen. Kein Wunder bei den beruflichen Stationen, die er in seiner Vita nachweisen kann: Sozialpädagoge, Jugendarbeiter, staatlich geprüfter Clown, Humorarbeiter, Schauspieler (neben Hugh Grant in “Cloud Atlas”, jaja) und ROTE NASEN Clown. Man hört ihm gerne zu, wie er so erzählt – bedächtig, ruhig und überhaupt alles andere als langweilig.

Und hier noch einmal das Interview zum Lesen:

Vom Sozialarbeiter, Punk zum Humorarbeiter

Mein Name ist Moritz Berg, Jahrgang 64, ich bin mittlerweile seit sechs Jahren bei den Roten Nasen. Ich habe in noch jüngeren Jahren Sozialpädagogik und Sozialwissenschaften studiert, habe als Sozialarbeiter in der offenen Jugendarbeit gearbeitet und war schon mal recht musisch orientiert. Ich war Sänger und Gitarrist in verschiedenen deutschsprachigen Punkbands. Die Arbeit als Sozialarbeiter in der offenen Jugendarbeit hat mir Spaß gemacht, war natürlich auch belastend und ich kam dann irgendwann mit Anfang 30 an den Punkt wo ich dachte, ich will noch was Neues machen und lernen.

Da hatte ich dann mal einen ziemlich komplizierten Beinbruch, lag Zuhause mit gebrochenem Bein und hab von der Schule für Tanz und Theater in Hannover gelesen, dass die eine Ausbildung anbieten in der Schule für Clown und Komik, wo man mit dem Zertifikat „Staatlich geprüfter Clown“ diese Ausbildung beenden kann.

Ein Clown entwickelt sich

Ich habe mir vorher nie vorstellen können, Clown zu werden, hab in diese Richtung auch noch nie gedacht. Und als ich mich dann an diese Schule beworben habe – zum Casting – da ging es mir eher darum, eine Bühnenfigur zu finden, mit der ich meine humorvollen Lieder besser präsentieren konnte. Wider Erwarten haben die mich dann tatsächlich aufgenommen. Die Ausbildung, die anderthalb Jahre ging, endete mit einem Gesellenstück, wo wir ein 15-minütiges Solostück aufführen sollten. Da habe ich mich entschieden, ohne rote Nase zunächst zu arbeiten. Da habe ich eine Figur entwickelt, der Willi Schnepel, mit der ich immer noch seit mittlerweile 20 Jahren bundesweit unterwegs bin. Diese Clownstätigkeit habe ich sehr genossen, auch wenn ich anfangs noch sehr weit entfernt war von der heutigen Figur. Das kam dann erst fünf Jahre später, wo ich in einem Varieté einen Kollegen kennen gelernt habe, der mit mir Straßentheater spielen wollte. Und da war es so, dass er der Weiß-Clown war, artistisch sehr begabt und ich habe eigentlich nur getrommelt, scheel geguckt und einen Bauchtanz gemacht. Damals hatte ich auch noch 15 Kilo mehr drauf.

So hat sich dann die Clownsfigur, die ich schon während der Ausbildung angesetzt habe, entwickelt. Am Anfang hatte ich auch gar nicht gesprochen. Die ersten zehn Jahre als Clown habe ich gar nicht geredet.

Mompitz macht Mumpitz

Die Clownsfigur Mompitz gibt es seit 15 Jahren. Damals hatte ich ja Straßentheater gemacht mit einem Kollegen. Der hatte einen vierjährigen Sohn, der konnte meinen Namen „Moritz“ nicht aussprechen und sagte immer Mompitz. Und Mompitz ist ja nahe dran an Mumpitz und so hatte ich dann meinen Namen. Mein Clown ist glaube ich getragen von einer Langsamkeit. Er braucht ein bisschen länger, erschreckt sich aber doppelt so schnell und ich mag es sehr, zurück haltend zu sein, mich aber wieder aus dem Fenster zu lehnen und gleichzeitig wieder einen Rückzieher zu machen. Ich glaube, das charakterisiert so meine Clownsfigur. Ich würde mich auch durchaus als Musikclown bezeichnen. Ich spiele eine Dreiviertel-Gitarre mit diversen Schlaginstrumenten an der Gitarre dran und spiele dazu Mundharmonika und steppe. Ich muss aber immer ein bisschen aufpassen, dass ich mich nicht zu sehr hinter Musik verstecke, aber es gelingt mir, glaube ich, ganz gut, so dass ich das Instrument auch verschwinden lassen kann.

Keine Berührungsängste

Als ich das erste Mal als ROTE NASEN Clown mitgegangen bin, war das in einer Einrichtung für Senioren. Ich habe vorher, während meines Studiums, vier bis fünf Jahre in einem Altenheim gearbeitet. Daher hatte ich auch keine Berührungsängste mit Einrichtungen wie diesen. Das was ich sehr gerne mag als ROTE NASEN Clown, ist die Intimität, die man erzeugen kann, sowohl bei Kindern als auch bei Senioren. Das ist etwas, was mich immer wieder sehr berührt.

Herzen mit Liebesliedern erorbern

Es gibt ein Erlebnis in einer Senioreneinrichtung, in der ich das erste Mal war. Ich kannte die Bewohner dort nicht, weil ich als Vertretung für einen erkrankten Clownkollegen eingesprungen war. Mir ist eine sehr alte Dame aufgefallen, die war über 90 Jahre alt. Sie war sehr verschlossen und schaute die ganze Zeit gegen eine Wand. Dann bin ich mit meiner Gitarre zu ihr und habe gesungen „Aber du meine Liebste bist die schönste Rose, die jemals erblühte“ und habe eine Blume aus der Blumenvase herausgenommen und sie ihr gegeben. Da sagte sie: „Vielen Dank für die Blume, ich nehme sie sehr gerne an, aber ich bin leider schon vergeben.“ Und ich habe gemerkt, dass eine Pflegerin irritiert und freudig geguckt hat,  denn seit langer Zeit hat die alte Dame das erste Mal wieder gesprochen, weil sie sehr aus ihrer Welt geholt wurde. Das hat mich sehr berührt und wenn ich so darüber nachdenke, berührt es mich heute noch. Das fand ich sehr schön.