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Clown Stefanello – Stefan Palm

Clown Stefanello - Stefan Palm (Quelle: ROTE NASEN; Foto: Markus Pletz)

Stefan Palm studierte zunächst an der HdK (jetzt UdK) Grafik-Design und Malerei. Die darstellende Kunst fesselte ihn neben seiner Malerei so sehr, dass er  nebenbei eine Pantomimen-Ausbildung absolvierte. Als Pantomime ist er seit 1996 deutschlandweit unterwegs, und jedes Jahr gibt es mehr zu tun.

Mit der Zeit entdeckte er immer mehr das Clowneske in der Pantomime. Stefan genießt es, wenn das Publikum berührt ist oder schallend über ihn lacht. Dabei hat er doch eigentlich gar nichts getan, außer ein bisschen gespielt. So traf ihn 2005 die Ausbildung bei ROTE NASEN zum Klinikclown wie ein Pfeil ins Herz.

Seit August 2006 ist er für ROTE NASEN in unterschiedlichen Einrichtungen unterwegs: manchmal naiv, manchmal spitzbübisch-schlau, aber immer ehrlich einen besonderen Kontakt zu den Menschen suchend. Wer weiß, wo das noch hinführt. Weitere Infos zu Stefan Palm.

Clown Stefanello sucht einen Paten! Informieren Sie sich hier über eine Clownpatenschaft, um kleinen und großen Patienten heilsames Lachen zu schenken.

Mit sich im Reinen – Interview mit Stefan Palm

ROTE NASEN Clown Stefan Palm hat so viel Charme, dennoch ist er als Privatmann eher zurückhaltend. Sein Alter Ego dagegen ist ganz anders: Als ROTE NASEN Clown flirtet er gerne mal, wird auch mal keck und vorwitzig. Wen wundert es da, dass ihm schnell die Herzen der Kleinen und Großen zu Füßen liegen.

Und hier noch einmal das Interview zum Lesen:

Der Clown in ihm

Ich heiße Stefan Palm, bin in Berlin geboren und 48 Jahre alt. Nach der Schule habe ich ein Studium absolviert, Malerei und Grafik-Design in Berlin und habe mit Anfang 20 auch schon in einer Pantomimen-Gruppe mitgearbeitet. Wir hatten auch kleine Auftritte. Und als ich mit dem Studium fertig war, habe ich eine Pantomimenausbildung in Berlin gemacht und bin seither 20 Jahre deutschlandweit als Pantomime unterwegs.

Als ich die Pantomimen-Ausbildung gemacht habe, hat mich der Clown immer begleitet, weil ich gemerkt habe, die Leute lachen. Ich wusste nicht worüber, da war irgendwas. Auch mein Clown ist eigentlich so, dass er gar nicht mitkriegt, dass er komisch ist. Der hat irgendwas, was offensichtlich komisch ist, und er selber weiß gar nicht warum. Der Clown kam eigentlich erst zu mir, als ich 2005 im Clownslabor bei Paul Kustermann und Leopold Altenburg die Fortbildung gemacht habe. Gar nicht mit dem Ziel, ins Krankenhaus zu gehen. Für mich war es einfach spannend, Clownsworkshops zu machen, mit der Option natürlich, dass ich eventuell auch ins Krankenhaus gehe.

Die Clownfigur “Stefanello”

Meine Figur Stefanello ist tolpatschig, der ist ahnungslos,  naiv, direkt und ganz spontan. Der ist manchmal auch zögerlich. Zögerlich darauf, dass die Leute ihm Futter geben, dass etwas passiert, womit er arbeiten kann. Ich spiele kein Instrument, singe manchmal. Aber ich arbeite mit dem, was mir die Leute oft geben. Damit entsteht eine Geschichte. Ich komme selten mit einer Spielidee ins Zimmer. Ich entwickle das durch die Atmosphäre, die im Zimmer ist. Die Leute zeigen mir etwas oder es ist gerade eine Stimmung im Zimmer – und ich arbeite damit. Mein Clown ist gerne August, ich bin gerne langsam, manchmal aber auch ganz spontan schnell. Die Figur Stefanello macht Sachen, die Stefan Palm nicht machen würde: Der flirtet und der schafft manchmal auch Überraschungen. Ich kann vielleicht eine Geschichte kurz erzählen:

Unerwartete Überraschungen

Ein sehr demenzkranker Physikprofessor sprach nur noch in seiner Sprache, die kaum einer verstand. Und man kam nicht an ihn heran, weil sein Kopf vornüber auf den Knien hing. Er konnte sich nicht mehr aufrichten. Ich wollte mit ihm in Kontakt treten und beugte mich vornüber, dass ich ihn von unten ansehen konnte.  Ich machte ihm ein Kompliment: „Sie haben ja wunderbare Haare.“ Im Gegensatz zu meinem Haarwuchs, der sehr spärlich ist. Ich fragte ihn, ob es helfe, wenn ich mir Haarwuchsmittel auf den Kopf mache. Dann stand ich auf und er richtete sich auch auf. Er schaute mir in die Augen und meinte: „Bei deinen Haaren ist alles zu spät.“

Das war für alle eine Überraschung, weil er adäquat geantwortet hat. Das ist eben auch etwas, was für mich den Clown ausmacht: Er kennt keine Tabus, durchbricht Grenzen. Das erlebe ich im Kinderhospiz wie bei den Senioren. Stefanello ist da immer auf  Entdeckungsreise. Manchmal klappt es auch überhaupt nicht, dann geht gar nichts. Ich versuche immer, mit dem was ist, etwas zu machen. Wenn ich müde bin, bin ich müde. Wenn ich keine Lust habe, habe ich keine Lust. Und daraus entsteht ein Spiel. Das ist das Tolle am Clown, dass er mit allem, was da ist, etwas machen kann.

Ich bin mit mir im Reinen, wenn …

Es gibt immer etwas zu lernen und im Reinen bin ich, wenn ich hundertprozentig spiele. Das kann man nicht erzwingen, man muss dafür offen sein. Nach der Visite geht es mir meistens besser. Durch die Arbeit gehe ich automatisch mit mir in Kontakt, also dem Teil in mir, mit dem ich oft nicht im Reinen bin oder Dinge, die ich nicht lebe. Der Clown ermöglicht es mir, das Leben spielerischer zu lösen. Dadurch bin ich im Reinen, wo ich wirklich authentisch bin und aus mir heraus wie ein Kind reagiere. Das ist besonders toll in der Fontane-Klinik, weil da Kinder sind von suchtkranken Eltern, die ganz schwere Schicksale haben. Wenn die Kinder und wir Clowns uns auf dem Boden balgen, da fühle ich mich wie ein Kind. Da bin ich selber wieder zehn Jahre alt. Das ist für mich Heilung – für mich selber. Und da bin ich im Reinen mit mir. Im Reinen bin ich wirklich dann, wenn ich aus mir heraus, den Moment wahrhaft erlebe. Tja, mein Clown überrascht mich manchmal selber.

(Interview: Sou-Yen Kim)