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Erster Tag in der Onkologie

Onkologie01 ROTE NASEN spielen seit dem 6. Oktober in der Kinderonkologie der Charité. Zugang zur Krebsstationen zu erhalten, war bislang nicht so einfach – was vor allem mit den komplexen medizinischen und hygienischen Vorschriften zusammenhängt. Für die Künstler von ROTE NASEN ist dies eine große Herausforderung, denn es verlangt sehr viel Empathie und Intuition, aber auch ein umfangreiches medizinisches Hintergrundwissen, um auch für Kinder, die aus hygienischen Gründen nahezu isoliert therapiert werden, spielen zu können.

Reinhard Horstkotte, der künstlerische Leiter von ROTE NASEN, war am Premierentag höchstpersönlich im Einsatz und schildert hier seine Eindrücke vom ersten Tag auf der Kinderkrebsstation.

 

6.10.2014 – Heute war der erste Tag in der Kinderonkologie im Virchow Klinikum

Es ging los auf der Knochenmarksspenderstation. Hier müssen wir ganz streng auf Hygienemaßnahmen achten. Wir mussten uns auch so anziehen, wie alle hier angezogen sind. Nämlich in blau. Dafür haben wir unsere Clownnasen auf, und Brischitt hat eine kleine rote Schleife im Haar. Ich, Filou, hatte ein rosa Basecap mit Preisschild.

Im ersten Zimmer war ein Mädchen, ungefähr sieben oder acht Jahre alt. Ihre Mutter war auch da. Wir gingen rein und taten so als würden wir sie nicht sehen und riefen die ganze Zeit ihren Namen. Alles bekam den Namen des Mädchens: die Seifenspender, das Kissen, die Mutter, die Krankenschwester und schließlich auch die Kuscheltiere. Ein Kuscheltier war ein Engel, und wir beschlossen, dass dies das Mädchen, nennen wir es Saskia, war. Ich spürte, dass die wirkliche Saskia, die im Bett saß und aufmerksam zuschaute, sich köstlich amüsierte. Wir sangen Lieder für das Kuscheltier, und Brischitt war ziemlich frech, denn sie wollte immer alles mögliche von Saskia haben. Das habe ich ihr natürlich verboten. Ist doch klar. Irgendwann haben wir uns dann ihr zugewandt. Ihre Augen strahlten, und ich war berührt. Wir sangen noch ein Lied und verließen das Zimmer. 

Dies war unser erstes Zimmer, und wir spürten schon, dass es wirklich gut ist, hier zu spielen. Auch die Übergabe war sehr gut. Wir waren in  Begleitung der Stationsleitung, die wohlwollend auf alles schaute, was wir taten, damit wir im Sinne der strengen Hygienevorschriften keine Fehler machen. Sie war wirklich warmherzig und unterstützend. 

In einem weiteren Zimmer war ein Junge, bei dem nicht so klar war, ob er uns sehen wollte, zumal gerade der Lehrer vor der Tür stand und unterrichten wollte. Wir also rein und kündigten uns den Lehrer an. Brischitt hatte es nicht kapiert. Einfache Wörter hat sie verdreht, ich bin fast wahnsinnig geworden. Aber dem Jungen hat ees gefallen, er hat sich köstlich amüsiert. 

Natürlich gibt es auch Jugendliche und junge Erwachsene in der onkologischen Station. In einem Zimmer war eine 16-Jährige. Brischitt erzählte ihr, dass sie daran denkt, mit mir anzubändeln und wollte von dem Mädchen erfahren, was diese wohl von mir hält. Brischitt hat mich dann ein Lied vorspielen und singen lassen  – ich muss sagen: Ich bin gut bei ihr weggekommen. Sie hat sich wirklich gefreut. 

 

Magische Momente

Onkologie02Nebenan war ein Papa, der hat verzweifelt versucht sein kleines Baby, das Leukämie hat, zu beruhigen. Aber es schrie und schrie. Wir also hin: Versuchen kann man es ja mal. Wir sangen “Someone like you” von Adele, ganz sanft und zart. Und siehe da, das Mädchen wurde ruhig, ganz ruhig. Es war wirklich magisch. Alle, auch wir, haben gestaunt. Bei einem anderen kleinen süßen Mädchen sagte man uns: “Psssst, das schläft!” Wir sind ganz leise rein ins Zimmer und sagten der ganzen Familie “Pssst, das Mädchen schläft”, obwohl sie das eigentlich schon wussten. Wir haben dann noch ein Schlaflied gesungen … daraufhin ist das Kind allerdings aufgewacht. Aber die Familie hat trotzdem gelacht.

 

Es gab zwei Brüder. Der eine hatte schon eine Knochenmarksspende hinter sich, der andere lag jetzt hier und hatte sie noch vor sich. Der Vater war auch da und die Oma. Brischitt hat gezaubert. Anfangs hat sie überhaupt nicht geschnallt, dass ich sie erst ankündigen wollte. Brischitt ist immer vorher reingeplatzt und hat uns die ganze Show vermasselt. Dabei habe ich mir das so toll vorgestellt: Ich rein, großes Kino und tam tam, kündige sie an als Riesenmagienummer und wenn ich sage „Brischitt“ kommt sie rein. Aber nix da, sie hat es nicht gecheckt. Trotzdem war der Zaubertrick ziemlich cool, das fanden auch die Brüder!

Es war wirklich sehr schön, zu sehen, wie sich alle – Kinder wie Eltern – gefreut haben. Wir hatten Lachen, Staunen, Singen, Zaubern, Gucken und Stille. Eine Junge fragte auch gleich, ob wir bald wieder kommen.
Es war ein guter erster Tag!

(Autor: Reinhard Horstkotte)