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Wir zum Thema ES

Reinhard Horstkotte, künstlerischer Leiter von ROTE NASEN Deutschland e.V.

Seit Monaten kündigte es sich schon im Internet an und jetzt ist es soweit: Der Film ES ist da, um uns allen das Gruseln zu lehren. ES, das ist eigentlich ein Buch, geschrieben von Stephen King.
Ich habe das Buch ES gelesen und fand es spannend.

Ein Buch über … Freundschaft

Die Geschichte von ES handelt von einer tiefen, lebenslangen Freundschaft, von kindlichen Urängsten, von Monstern, die nur Kinder sehen und die nur sie bekämpfen und besiegen können. Nicht mit Waffen, sondern mit ihrem Zusammenhalt und ihrer unzerstörbaren Freundschaft. Die Protagonisten in dem Roman – Kinder, die später als Erwachsene auftauchen – sind facettenreich beschrieben. Und diese Geschichte erstreckt sich auf über 1000 Seiten.

Was mich überrascht hat: Wenn das Böse in dem Roman erscheint, dann meist nicht als Clown, sondern in anderen Gestalten – als Untote oder als Blut, das aus dem Nichts sprudelt. Der Clown Pennywise spielt in dem Roman tatsächlich eher eine Nebenrolle ebenso der Grusel und das Angstmachende. Umso verwunderlicher ist es, dass in der Romanverfilmung wiederum die Clownmaske und der Horror dominieren, aber dazu später.

Warum die Clownfigur?

Auffallend ist, dass sich das Böse in Gestalt des Clowns Pennywise zeigt. Das Böse in Stephen Kings ES bedient sich der Maske des Clowns, weil er anziehend auf Kinder wirkt, aber auch gleichzeitig fremd und beängstigend aufgrund seiner undurchdringbaren Maske. Betrachtet man den Clown von der mythologischen Perspektive, so entspringt diese Figur tatsächlich den Archetypen wie dem Trickster, der einen zwiespältigen Charakter hat: Er stellt die Weltordnung auf den Kopf und provoziert, ist sogar arglistig.

Aber die Clownfigur, so wie wir sie heute kennen, hat sich weiter entwickelt: Sie ist zwar immer noch frech, aber nicht böse. Der Clown ist spielerisch, aber nicht arglistig, er ist provokant, aber gütig. Schnell wird in dem Roman ES klar: Das Böse nutzt die Figur des Clowns aus, um sich den Kindern zu nähern. Man könnte sogar sagen, dass das Böse die Maske missbraucht. Ich finde es interessant, dass Stephen King die Figur des Clowns gewählt hat, um sie zur Personifizierung des Grauens zu machen. Gleichzeitig bin ich erstaunt darüber, wie aus einer Freundschaftsgeschichte letztlich ein Horrorfilm wurde.

Der Film

Die Neuverfilmung von Stephen Kings ES zielt aus nachvollziehbaren Gründen darauf ab, ein Blockbuster zu sein. Filmfans, die eine Vorliebe für das Horror-Genre haben, kommen hierbei sicherlich auf ihre Kosten: Es gibt erschreckende und schockierende Momente, die mit lauter, dramatischer Musik verstärkt werden. Blut fließt, an Grusel und Grausamkeiten wird nicht gespart. Das Filmwerk orientiert sich an der literarischen Vorlage, auch wenn dem Film selbst die Tiefgründigkeit des Buches fehlt. Muss aber auch nicht sein, denn es ist schließlich klar, für wen und zu welchem Zweck er produziert wurde. Aus dieser Perspektive lässt sich sagen, dass der Regisseur seine Aufgabe gelöst hat. Nicht mehr und nicht weniger.

Die Komplexität des Clowns, die Vielschichtigkeit dieser Figur, wird aus meiner Sicht als Künstler und Clown in ES nicht erfasst. Ist es notwendig? Das sicherlich nicht, denn Pennywise hat hier eine andere, sehr eigene Funktion und letztlich hat jedes Werk, Buch wie Film, seinen eigenen künstlerischen Wert und seine Botschaft. So wie die Clowns, die in medizinischen und sozialen Einrichtungen arbeiten, nämlich Hoffnung zu geben und Freude zu schenken. Das sieht Stephen King übrigens auch so, denn er ließ uns wissen:

“The great majority of clowns are good. They make well children laugh and cheer sick children up. I salute their work.”

Reinhard Horstkotte ist künstlerischer Leiter von ROTE NASEN Deutschland e.V. und arbeitet seit über 20 Jahren als Clown.