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Clown Fräulein Schleife – Jana Hampel

ROTE NASEN Clown Frl. Schleife - Jana Hampel (Quelle: ROTE NASEN; Foto: Markus Pletz)Geboren ist Jana Hampel 1973 in Hessen. Schon als Kind fand sie durch die Kraft der Phantasie und der Komik einen Weg, sich bei den körperlich stärkeren Geschwistern durchzusetzen. Professionell erlernte sie später den Schauspielberuf an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Von den Münchner Kammerspielen aus bewegte sie sich eine zeitlang zwischen Staatstheater, Stadttheater und Freilichtfestspielen.

Aber irgend etwas fehlte, bis sie endlich kurz vor der Geburt des Sohnes Henri als Reinkarnation ihrer eigenen Urgroßtante selber wiedergeboren wurde, nämlich als “Fräulein Schleife”. Die Clownfigur Fräulein Schleife liebt Schleifen. Denn sie sind so schön, geben Halt, können aber ohne Probleme wieder gelöst werden. Schleife, statt Knoten!

Fräulein Schleifes Mission ist es, durch Anarchie, Träume, Liebe, Lied und Witz Knoten zu lösen bei Kranken, Lebensmüden und Einsamen“, so Jana Hampel.

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Mut zum Clown – Interview mit Jana Hampel

Die Schauspielerin Jana Hampel ist seit zehn Jahren bei ROTE NASEN als Clown unterwegs. Über ihre Clownfigur “Fräulein Schleife” sagt sie: “Fräulein Schleifes Mission ist es, durch Anarchie, Träume, Liebe, Lied und Witz Knoten zu lösen bei Kranken, Lebensmüden und Einsamen”. Und das macht Fräulein Schleife mit viel Charme, die ihre Clownkreateurin Jana auf liebevolle Art einhaucht.

Und hier noch einmal das Interview zum Lesen:

Ich bin Jana Hampel, 42 Jahre alt und lebe mit meiner kleinen Familie in Berlin und arbeite seit zehn Jahren bei ROTE NASEN.

Frei als Clown

Beim ersten Mal als ROTE NASEN Clown habe ich mich sehr frei gefühlt. Ich hatte da sehr wenig Angst. Die kommt eigentlich erst beim zweiten oder dritten Auftritt. Aber beim ersten Mal stimmt es eigentlich. Das kenne ich auch vom Theater oder vom Film. Die erst Probe, die stimmt und dann muss man ganz lange arbeiten, um wieder zu diesem ersten Mal zurück zu kommen. Und meine Suche ist bis heute nicht abgeschlossen, nämlich diese Naivität, Freiheit, Gelöstheit und Freude zu erreichen.

Tanten als Vorbild

Ich habe sofort gewusst, dass ich meine niederbayerische Tante Greti irgendwie als Clown verarbeiten muss. Zwar ist heute eine andere Tante das Vorbild für Fräulein Schleife – meine Urgroßtante, die in Böhmen geboren ist und ein bisschen verrückt war. Aber davor war es Tante Greti. Die hatte so eine Sprache, die so verfremdet klang durch das Bayerische, und ich habe diese benutzt für meine Clownfigur. Durch die Verfremdung der Sprache habe ich eine totale Freiheit für mein Clownspiel gespürt. Und die Urgroßtante, zu der ich dann später gekommen bin, die hat meine Vater sehr geliebt und seine Geschwister. Diese Urgroßtante  hatte immer Zeit und war geistig ein bisschen nicht ganz von dieser Welt. Die hat immer Gedichte rezitiert und war aber auch immer jungfräulich geblieben.

Diese Tante ist für Kinder faszinierend und reizt sie auch. So haben sie diese Tante auch geärgert. Auf der anderen Seite fühlte diese Urgroßtante die Kinder in eine fantastische Welt, das hat sie natürlich auch wieder beeindruckt. Diese Urgroßtante war also eine ganz angreifbare Person. Aber auf der anderen Seite durch ihre Verrücktheit so sicher in sich, das heißt, nicht empfindlich. Als so eine Reizfigur kann man sich als Clown auch zur Verfügung stellen.

Mutanfälle für den Clown

Um Clown zu sein, braucht man immer einen Mutanfall. Denn als Clown ist man immer offen und direkt, ohne zu verletzen. Man kann wirklich offen sein, ohne zu verletzen. Man kann frei sein, Komplimente machen, seine Freude und seinen Ärger spielerisch zeigen. Ohne das man Angst hat, dass es negativ ausgelegt wird. Das macht einen auch stark.
Da merke ich: Als Clown bin ich viel stärker, weil ich ganz offen sein kann. Als Fräulein Schleife kann ich ganz offen einen Mann ganz toll finden. Das ist diese Naivität, die aber nichts Ordinäres an sich hat – man ist einfach frei. Es wird nicht gewertet – weder im Guten noch im Schlechten. Man genießt einfach das Leben, also das, was jetzt ist, was man als richtig empfindet. Und das ist etwas sehr Schönes: Im Moment total da zu sein.

Spielen bis zum Schluss

Es gab einen Jungen, Ferdi, der an einem Hirntumor gestorben ist. Wir hatten eine gute Verbindung zueinander. Der wollte auch selber Clown werden und wir haben dann auch eine Clownshow mit ihm gemacht. Ferdi war schon ganz schwach, aber er wollte immer für die anderen etwas machen. Was wahrscheinlich auch seine Tragik war. Er hat mit seiner letzten Kraft auch für die anderen Kinder gespielt, denn deren Leid hat ihn sehr beschäftigt. Und einmal bat er mich darum, dass ich ihn ganz fest in den Arm nehme. Dann habe ich ihn gehalten, das war aber auch mein Clown Fräulein Schleife in dieser Situation. Ich habe dann von der Mutter erfahren, dass Ferdi, als er starb, immer nach dem Clown gefragt hat. Das war für mich schon ein Schlüsselerlebnis. Weil ich da die Wichtigkeit des Clowns, die er haben kann, erkannt habe: Er ist wie ein Katalysator oder und bietet für einen kurzen Moment jede Freiheit. Daher weiß ich, wie wichtig es ist, bis zum Schluss einfach nur zu spielen.

 (Interview: Sou-Yen Kim)