„Die professionellen Clowns wissen, was sie tun.“
Ulrike Seyfarth ist neben ihrer Tätigkeit als Pflegefachfrau an der Charité 1.Vorsitzende und Gründungsmitglied des Elternvereins „Kongenitaler Hyperinsulinismus e.V.“ Mit ihrem Sohn (*1997), der mit kongenitalem Hyperinsulinismus geboren wurde, lebt sie in Berlin. Auf Grund der anfänglichen Pflegebedürftigkeit ihres Kindes war sie auf der Suche nach Erfahrungsaustausch und kam über das HI-Elternforum schon 2002 zum Netzwerk.
Wie sind Sie mit ROTE NASEN in Kontakt gekommen?
“Ich habe einen Selbsthilfeverein 'Hyperinsulinus e.V.' für eine seltene Erkrankung und habe dadurch schon mal mit den ROTE NASEN Kontakt gehabt. Vor vielen Jahren habe ich zwei ROTE NASEN Clowns zu unserer Family-Konferenz, die wir in Berlin einmal im Jahr veranstalten, eingeladen, um die Kinder dort zu betreuen. Und Martina Pietsch (eine ROTE NASEN Künstlerin) war damals als Clown mit dabei. Und irgendwann später haben wir uns dann auch privat kennengelernt. Zudem habe arbeite ich selbst an der Charité, am PET-MRT und am MRT, woher ich die ROTE NASEN Clowns auch schon kenne.”
Wie kamen Clowns zum MRT?
“Ich arbeite zwar nicht am Kinder-MRT, aber ab und zu kommen auch Kinder zu uns - vor allem onkologische Kinder oder Kinder mit der seltenen Erkrankung ‘congenitaler Hyperinsulinismus’. Diese Kinder bekommen dann eine Narkose vor einer MRT-Untersuchung. Ich kam auf die Idee, dass da ja auch ein ROTE NASEN Clown dabei sein könnte. Ich kenne die Clowns ja schon von der Kinderstation. Einmal konnte ich das dann möglich machen. Und neulich kam dann Clown Zazou direkt mit einem Kind zu mir. Sie hat mich bei meiner Arbeit sehr unterstützt, weil sie mit Spielen und Ablenkung mit dem Kind die Wartezeit der Narkose überbrücken konnte.”
Wie helfen Ihrer Meinung nach Clowns im Krankenhaus?
“Also ich finde immer, dass das die Clownvisite eine Art andere Welt ist. Am Bett ist es sowieso für die Kinder immer interessant, wenn mal was anderes passiert, außer dass eine Krankenschwester hereinkommt und Blut abnimmt. Chronisch schwerkranke Kinder, - wie die Kinder mit Hyperinsulinismus, die ich auch mitunter am MRT behandle, müssen viel ertragen und da bringen Clownvisiten Leichtigkeit in ihren Alltag. Und selbst für die Eltern ist es dann eine Erleichterung, wenn die Kinder Lachen. Die professionellen Clowns wissen nämlich, was sie tun.”
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