18. Türchen

(c)Gregor Zielke

Teil 1: Der Stern von Betlehem

Es war ein kalter Dienstag im Januar und unsere Clowns Emma Dilemma und B-Moll waren auf Visite im Vivantes-Klinikum. In der Tagesklinik für Sozialpädiatrie und Neuropädiatrie sind meist auffällige Kinder, bei denen diagnostiziert wird, ob eine Entwicklungsstörung vorliegt, ob sie vielleicht autistisch sind oder mutistisch und wie man ihnen helfen kann.

Als die zwei Clowns auf die Station kamen, tobten die Kinder wild über den Flur. Das Duo stimmte ein Sternenlied an, das im Chaos völlig unterging.

Statt sich in all dem Trubel durchzusetzen und die Kinder zu übertönen, wurden die beiden sogar noch zarter und Emma Dilemma zeigte den Kindern eine Mini-Krippe in einer Streichholzschachtel mit einer ganz kleinen Maria und einem ganz kleinen Josef und dem winzigen Baby, das in der Krippe liegt und dem Stern, der dort über dem Stall hängt. „Ah, ohh, so ein kleiner Stern!“ Die Atmosphäre auf der Station veränderte sich und die Clowns bekamen die Aufmerksamkeit der Kinder. 

Der dreizehnjähriger Timo* fing zu erzählen an, von einem Stern, der heruntergefallen war. Er würde jetzt im Baum hängen und frieren. Alle gemeinsam schauten sie aus dem Fenster und sahen dort einen groß gewachsenen Baum. Vielleicht hängt dort der Stern?

Morgen geht es weiter mit Teil 2 der Geschichte!

*Name zum Schutz geändert

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