Aus Unterstützung wird Verbundenheit

Bei einer Clownvisite im KINDERHOSPIZ SONNENHOF blickt Manuela Zur erstmals hinter die Kulissen der Arbeit von ROTE NASEN – und macht eine Begegnung, die weit über diesen Tag hinauswirkt.
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(c)Gregor Zielke/ ROTE NASEN e.V.

Eine Visite aus nächster Nähe

13.09.2026

Manuela Zur unterstützt den KINDERHOSPIZ  SONNENHOF und ROTE NASEN seit vielen Jahren. Eine Clown Visite hatte sie bis dahin noch nicht miterlebt. Als wir sie in den SONNENHOF einladen, erlebt sie Clown Friedl und ihre Kollegin das erste Mal bei einer Visite – von der Vorbereitung bis zu den Besuchen bei den Kindern und ihren Familien.  

Der SONNENHOF in Berlin-Pankow begleitet Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit lebensverkürzenden Erkrankungen und ihre Familien – oft über viele Jahre. Seit mehr als 15 Jahren besuchen Clownkünstlerinnen und -künstler von ROTE NASEN das Kinderhospiz jeden Freitag und schenken dort Augenblicke der Leichtigkeit.  

An diesem Tag erlebt Manuela Zur zunächst die Künstlerin hinter Clown Friedl: Laura Erceg-Simon. Bevor die Visite beginnt, erhält Laura von einer Mitarbeiterin des Pflegeteams eine Übergabe, in der der aktuelle Zustand der Kinder besprochen wird, die sie besuchen wird. Danach zieht sie sich um, stimmt sich mit ihrer Kollegin ab, wählt die Musik aus und nimmt sich einen stillen Moment für die bevorstehenden Begegnungen. Dann setzt sie die rote Nase auf.  

Auch die Visite selbst ist für Manuela Zur neu. Sie erlebt, wie behutsam sich die beiden den Kindern nähern, kleinste Reaktionen wahrnehmen und aus dem jeweiligen Augenblick heraus spielen. Mal entsteht der Kontakt durch Musik, mal durch eine Bewegung oder einen Blick. Was geschieht, entscheidet sich immer erst im Moment.  

Manuela Zur sieht, wie viel Konzentration, Erfahrung und Einfühlungsvermögen in dieser Arbeit liegen.  

„Laura ist eine liebevolle, empathische Frau mit vielen Facetten“, sagt sie anschließend. „Sie hat ein außergewöhnliches Gespür für die jeweilige Situation im SONNENHOF. Und ihr Lächeln ist bezaubernd.“  

Eine Verbindung, die bleibt  

Die Erfahrung wirkt nach. Manuela Zur entscheidet sich, Patin von Clown Friedl zu werden und ihre Arbeit dauerhaft zu unterstützen.  

Heute stehen die beiden regelmäßig miteinander in Kontakt. Laura erzählt von ihren Clownvisiten und von neuen Vorhaben. Eines davon ist das ROTE NASEN Märchenmobil, das auf Lauras These zurückgeht: Vertraute Märchen und Lieder laden ältere, pflegebedürftige Menschen zum Mitspielen ein. So erhält Manuela Zur persönliche Einblicke in Lauras Arbeit und erlebt unmittelbar, was ihre Patenschaft ermöglicht.  

Was möchten wir weitergeben?  

Solche Begegnungen laden auch uns dazu ein, einen Moment innezuhalten: Was ist uns im Leben wichtig – und was möchten wir davon weitergeben?  

Für Manuela Zur gehört dazu die persönliche Nähe. Sie möchte die Organisationen, die sie unterstützt, kennenlernen, den Menschen begegnen und sehen, was ihre Hilfe bewirkt.  

Nach dem Tod ihres Mannes beschäftigte sie auch die Frage, was von dem gemeinsam Geschaffenden bleiben und weiterwirken soll. Sie entschied sich, mehrere gemeinnützige Organisationen zu bedenken – darunter ROTE NASEN. 

„Man kann zu Lebzeiten so viel Gutes tun und erlebt den Dank dann auch noch persönlich“, sagt Manuela Zur. „Das Testament ist dann der letzte Schritt.“ 
 
Die Patenschaft für Clown Friedl zeigt, was sie damit meint: Weitergeben beginnt nicht erst später. Es kann schon heute Menschen miteinander verbinden. 
 
Mehr über das Leben von Manuela Zur, ihr Engagement und ihre Gedanken zum Weitergeben erzählt sie in unserem ausführlichen Interview: Interview mit einer Erbschaftsspenderin | ROTE NASEN Deutschland 

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