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Clown WIDU – Stan Regelski

Clown WIDU - Stan Regelski (Quelle: ROTE NASEN; Foto: Markus Pletz)

“Man nehme einen ganz, ganz kleinen Hosenscheißer, einen wachsenden Spottangler, einen quirligen Schlossführer, einen burlesken Rettungsschwimmer, einen Holzwurm, etwas Pontonspeck, füge Constanze Kommunikationstheorie hinzu, und würze es großzügig mit einem Schuss Berlingelaszlo, lösche es mit einer winzigen Prise Qualitätsmanagement, palmiere dezent Laotse, garniere das Potpourri mit Karneval und Gutsbesitz, appliziere es mit Wohlwollen und … ähm … erhält am Ende einen: WIDU.”

Wenn Sie Clown WIDU bzw. den Künstler Stan Regelski buchen wollen, können Sie ihn gerne kontaktieren: regelski@t-online.de.

Schon gewusst? Mit einer Clownpatenschaft können Sie kranke und leidende, große und kleine Patienten unterstützen. Mehr Informationen gibt es hier. Clown WIDU hat schon einen Paten – andere Clowns warten noch.

Vom Winnetouri zum WIDU – Interview mit Stan Regelski 

ROTE NASEN Clown Stan Regelski wäre gerne ein “Hans Dampf in allen Gassen” – das behauptet jedenfalls sein Alter-Ego WIDU. Wie Stan Regelski zum ROTE NASEN Clown und warum aus Winnetouri ein WIDU wurde, das erzählt der Künstler höchstpersönlich.

Und hier noch einmal das Interview zum Lesen:

Wie bist du Clown geworden?

Ich bin Quereinsteiger: Ich habe das Clownslabor, bei Paul Kustermann und Leopold Altenburg, die alten Hasen des Clownslabors, besucht. Dort habe ich ein Jahr eine Ausbildung gemacht und bin dann so bei ROTE NASEN gelandet. Quereinstieg, damit meine ich, dass ich weder eine Artistenausbildung noch eine Schauspielausbildung habe. Ich bin aber seit der zweiten Klasse im Schulkabarett aufgetreten und habe auch außerhalb meiner sonstigen Entwicklung semiprofessionell auf der Bühne gestanden. Publikum war eigentlich immer das, was mich begleitet hat in meinem Leben. So war das Clownslabor das Initial für die Entscheidung, daraus einen ganzen Beruf zu machen.

Warum bist du Clown geworden?

Ich bin Clown geworden in einem Prozess. Es gab kein einschneidendes Erlebnis. Es gab das Clownslabor. Und da habe ich erst mal die Möglichkeit gesehen „Das ist etwas, was dich begeistert, woran du Spaß hast, und es ist witzig, sich mal als Clown auszuprobieren.“ Und über das erste Jahr im Clownslabor und über die ersten Visiten bei ROTE NASEN tat sich ein Horizont auf, so eine Möglichkeit, mehrere Sachen unter einen Hut zu kriegen. Also das eine, was ich sicherlich als Anlage mitbringe, mich vor den Leuten zu produzieren. Und noch das andere, was darüber hinaus geht, nicht nur Leute zu unterhalten, sondern Leuten auch zu helfen. Leuten, etwas Gutes zu tun.

Wie hast du deine Clownsfigur entwickelt?

Das läuft sehr intuitiv und in einem langen Prozess, dass sich meine Clownsfigur entwickelt hat. Am Anfang war es Winnetouri – eine Mischung aus Tourist und Indianer. Und dann hatte meine Clownsfigur aus Sachen geschöpft, die der Stan Regelski, also meine Person, davor schon gemacht hat.

Ich war mit einer kleinen Gruppe zusammen, wir haben burleskes Varieté gespielt. Aus der Zeit hatte ich auch noch Kostüme. Entsprechend der Ausrichtung dieser kleinen Theatergruppe, war ich auf die Kostümierung der 20er und 30er Jahre ausgerichtet. Also ich hatte eine Kreissäge, diesen klassischen Strohhut aus den 20er Jahren, ein Jackett, eine Fliege, ein weißes Hemd, so dass sich so nach und nach die Clownsfigur zu dem entwickelt hat, was sie heute ist. Nach wie vor im Stil dieser alten Filmschlager, davon lebt mein Clown, der WIDU. Der singt Zarah Leander, trägt Fritz Grünbaum vor und macht den Heinz Rühmann. Und so etwa ist auch sein Kostüm, das sich dann über die Jahre verfeinert hat.

Da kam dann ein Mantel dazu, der extra angefertigt wurde. Eine Hose, die ich habe schneidern lassen, die passenden Schuhe, dann rot-schwarze Ringelsocken – und ich trage meine Hose anders herum. Dann kamen die Requisiten, die kleinen Accessoires an den Mantel dran: Das rote Herz, das leuchten kann, mein Onkel Rüdiger, eigentlich ein Hundespielzeug, ein graues Schweinchen. Der ist immer vorne dran.

Und unter dem Mantel versteckt sich die Ukulele, mit der ich immer spiele. Der Gurt der Ukulele sieht aus wie eine Schärpe. Und das alles in den Farben gelb und orange, das sind die Accessoire-Farben von WIDU. Und dann kam der passende Hut: Am Anfang war es ein Zylinder, ein pinkfarbener Zylinder. Und jetzt ist es ein richtig schöner Hut, der auch zu dieser neuen Jacke passt. Und so würde ich sagen, nach über sieben Jahren, wird WIDU immer fertiger.  Er fängt jetzt an, sich in seinem Kostüm immer wohler zu fühlen. Das ist ein wachsender Prozess, und jetzt kommen kleine Variationen dazu. In der Figur ist er nun angelegt.

Gibt es Erlebnisse als ROTE NASEN Clown, die dich besonders geprägt haben?

Ich habe einen Jungen besucht, der an Starkstrom gekommen war. 90 Prozent des Körpers waren verbrannt, und er hatte über 20 Operationen hinter sich. Ich war dort als Clown, weil er Geburtstag hatte, auf der Intensivstation. Die Großeltern konnten ihn das erste Mal nach dem Unfall wieder sehen, durften ihn aber nicht anfassen, weil alles offen und wund war. Und die Oma und den Opa zu sehen und die Mutter, wie sie mit sich gerungen haben, weil sie das Kind nicht umarmen durften, und ihm aber dann noch alles Gute wünschen mussten – das war hart.

Ein Lied als Ventil

Da stand ich nun als Clown und kämpfte mit den Tränen. Aber ich hatte eine Aufgabe. Ich habe meine Ukulele genommen und gesagt: „Mensch, der hat doch Geburtstag. Singen wir Happy Birthday to you.“ Das war wie ein Ventil für alle. Alle haben dann mitgesungen, um auch mit dem Druck in dieser Situation umzugehen. Und im Verlaufe dieser Geburtstagsfeier die Stärke des Kindes zu sehen, das so gemartert war, so wund, ohne Haare und das trotzdem so eine Kraft in sich hatte, wie sie typisch ist für Kinder – das sind Momente, die vergisst man nicht. Von denen kann man zehren, eben was die Stärke von Kindern betrifft. Die Kraft von Kindern, was einem auch selbst Kraft gibt. Dann erkennt man, wie minimal und bedeutungslos manche Probleme sind, wenn man das Leid anderer erlebt. Das vergisst man nicht, das bleibt und das erdet einen auch.

Welche Träume hat Stan Regelski?

Vielleicht fragen wir lieber den WiDu, was der für einen Traum hat? (Stan verstellt seine Stimme)

Der WIDU möchte am liebsten ‘was leckeres essen, und der möchte gern die Taschen voller Überraschungen haben. Was ich mir jetzt wünsche? Ich glaube, ich bin eigentlich wunschlos. Ich glaube, dass ich immer gut im hier und jetzt bleibe, und jeder Moment der kommt, spannend ist. Manchmal habe ich den Eindruck, dass der Stan Regelski, also der Mensch, gerne öfter so wäre wie ich, der WIDU. Das vermute ich. So ein Hans-Dampf-in-allen-Gassen, das wäre der, glaube ich, gern – der Stan Regelski.

 (Interview: Sou-Yen Kim)