11.Juni 2026

Pferdereiten in der Kinderchirurgie

Meine Kollegin, Clown Momo, und ich, Clown Stefanello, waren heute in der Kinderchirurgie unterwegs. In einem Zimmer trafen wir zwei Mädchen, eines etwa zehn Jahre alt, das andere etwas älter, dazu kamen Eltern und sogar eine Großmutter, die Stimmung war noch ein wenig vorsichtig. 

Wir wollten die Runde gewinnen, also verkündete Clown Momo allen im Raum, dass sie einen Zaubertrick vorführen würde! Wir atmeten beide tief ein. Momo präsentierte der kleinen, zehnjährigen Mila* mit einer roten Nase und wies sie an, sich die Nase einmal anzuschauen und festzustellen, dass es sich um eine ganz normale Nase handelte. Genau das machte Mila, und als sie sich sicher war, gab sie ihn Momo zurück. Momo konzentrierte sich so hart, wie sie konnte, und verzog dabei das Gesicht. Sie zählte von 3 runter zu 1, und mit einer dramatischen Handbewegung verschwand die Nase zu großem Applaus und Jubeln. Mitten in diesem fröhlichen Spektakel zeigte einer der Väter auf eine Tasche am Boden. Er grinste und sagte, dass wir doch einmal in der „Zaubertasche“ hineinschauen sollten. 

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Fotos von einer Clownvisite mit den Clowns Stefanello und Emma Dilemma.

Momo rollte den Ärmel hoch, griff tief hinein – und plötzlich stand ein Pferd vor uns. Phipps war ein prächtiges Tier mit schokoladenbraunem Fell, langem Hals und schwarzem Schweif. Es war so groß, dass es fast bis zur Decke reichte. Sofort eroberte es die Herzen aller im Zimmer. Die Kinder streichelten sein Fell, die Eltern lachten und die Großmutter klatschte begeistert. Schließlich ritten wir gemeinsam mit Phipps aus dem Zimmer hinaus, unter Lachen, das noch lange über den Flur erklang.

Da erinnerten wir uns an die zehnjährige Luise*, die im Nachbarzimmer lag. Die Freude, die Phipps verbreitete, war einfach zu groß, um sie nicht weiterzugeben. Also ritten wir mit ganzem Schwung und Freude direkt weiter. 

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Fotos von einer Clownvisite mit den Clowns Stefanello und Emma Dilemma.

Luise und ihre Mutter blickten überrascht auf, als wir mit unserem Pferd durch das Zimmer stolzierten, als würde uns die ganze Station gehören. Erst staunten sie, dann brachen beide in Kichern aus. Als wir uns schließlich verabschieden wollten, hielt Luise Phipps fest umklammert. 

„Ich habe die ganze Zeit auf ihn gewartet. Ich wollte schon immer ein Pferd haben“, sagte sie. 

Da war für uns klar: Phipps würde bei Luise bleiben. Mit einer letzten, wichtigen Anweisung verabschiedeten wir uns: 

„Aber jeden Tag ordentlich Möhren füttern!“ 

Unter Winkern und Verbeugungen zogen wir schließlich weiter.

*Namen zum Schutz geändert

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Fotos von einer Clownvisite mit den Clowns Stefanello und Emma Dilemma.

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