Was machen die Schuhe im Gefrierschrank? Fünf Clowntipps zum leichteren Umgang mit Demenz

21.September 2020

Die besten Clowntipps zum Weltalzheimertag

Menschen mit Demenz verhalten sich oft besonders. Wie können Angehörige mit diesen Abweichungen von der Norm kreativ umgehen? Unsere Humorexperten helfen weiter, denn sie sind für ihre Arbeit mit Demenzkranken speziell weitergebildet. Hier verraten sie ihre Top Fünf der ROTE NASEN Clowntipps zum leichteren Umgang mit Demenz:

(c) Gunnar Bernskötter

1. Was mache ich, wenn meine Mutter ihr Pflegeheim für ein Golfhotel hält?

„Wechseln Sie die Perspektive: Verwandeln Sie den Rollator in einen Golfcaddy und machen Sie sich zusammen mit Ihrer Mutter eine schöne Zeit auf dem Golfplatz. Wenn Sie die Situation akzeptieren und den Menschen in seiner Realität treffen, ist das möglich."

Reinhard Horstkotte, künstlerischer Leiter von ROTE NASEN Deutschland e.V. und Clown Filou

2. Was mache ich, wenn sich die Schuhe meines demenzkranken Vaters im Gefrierschrank befinden?

„Wenn sich die Schuhe Ihres Vaters im Gefrierfach befinden: erst lächeln, dann die Augenbrauen heben. Daraufhin fragen Sie Ihren Vater: ‚Du, die Schuhe sind fertig. Darf ich sie rausnehmen?‘"

Paul Kustermann alias Clown Willi seine Eiligkeit

Ein Senior lächelt zwei ROTE NASEN Klinikclowns an. Fünf Clowntipps zum kreativen Umgang mit Demenz.

3. Was mache ich, wenn mein Vater sein Zimmer im Pflegeheim nicht mehr findet?

„Begeben Sie sich gemeinsam auf die Suche und seien sie dabei kreativ. Auch ein Zimmer kann Gefühle haben: ‚Du freches Zimmer, einfach wegzulaufen! Versprich mir, dass du das nie wieder machst!‘“

Juliane Altenburg alias Clown Emma Dilemma

4. Was mache ich, wenn meine Tante denkt, dass das imaginäre Radio im Zimmer zu laut ist?

„Treten Sie aus Ihrer Komfortzone heraus und seien Sie etwas ver-rückt. Fragen Sie, wo das Radio steht, gehen Sie dahin, drehen an zwei imaginären Knöpfen und stellen Sie das Radio aus.“

Stefan Palm alias Clown Stefanello

ROTE NASEN Klinikclown und Seniorin halten sich an den Händen und lächeln sich an. Fünf Clowntipps zum kreativen Umgang mit Demenz.

5. Was mache ich, wenn meine Mutter mich nicht mehr erkennt?

„Lieben Sie sie von ganzem Herzen, denn Sie wissen: sie ist Ihre Mutter. Die Momente, in den Menschen sich wirklich begegnen, sind so selten. Sie zu feiern ist eine hohe Kunst.“

Sybille Ugé alias Flotte Lotte

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