ROTE NASEN Visiten für seelische Unterstützung

  • Clownvisiten, wie ROTE NASEN Therapievisiten, sind für die psychische Gesundheit von kleinen chronisch-kranken Patienten wichtig. Chronisch kranke Kinder, die regelmäßig von Clowns besucht werden, leiden nachweislich weniger an Depressionen.
  • Ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel kann zu Bluthochdruck oder Kopfschmerzen führen. Für kleine Patienten, die unter seelischen Erkrankungen leiden, bieten ROTE NASEN Clownvisiten eine Unterbrechung des anstrengenden Alltags im Krankenhaus und der Untersuchungen. Im Spiel werden Kinder an ihre Fähigkeiten erinnert, sie fühlen sich wieder kompetent und selbstbewusst und dürfen für eine Weile Feuerwehrmann oder -frau sein, statt krankes Kind oder Patient. So bauen die Kinder durch Lachen Cortisol ab und Endorphine werden gesteigert.
  • Die Clowns helfen Kindern, seelische Probleme zu bewältigen und mentale Stärke aufzubauen. Sie laden die Kinder zu einem fantasievollen Spiel ein, in dem diese bestimmen dürfen und auf kreative Weise ihre Emotionen verstehen und bearbeiten können.
     
Ein männlicher Clown lacht eine ältere Dame an, die ihn zurück anlächelt.
(c) Gregor Zielke/ ROTE NASEN Deutschland e.V.

Clownvisiten in Pflegeeinrichtungen

  • Clownvisiten schenken pflegebedürftigen Menschen Lebensfreude, stärken ihre Ressourcen und schaffen echte Begegnungen auf Augenhöhe. Das Spiel mit den Clowns bietet eine willkommene Abwechslung im Alltag und stimuliert das Gehirn, während das Lachen das Nervensystem beruhigt. Mit viel Einfühlungsvermögen knüpfen ROTE NASEN Clowns an die Lebenserfahrung und Fähigkeiten der Bewohner:innen an – aus vermeintlichen Schwächen werden Stärken. So helfen ROTE NASEN Clowns pflegebedürftigen Menschen mit dem Umgang mit Angst, stärken das Selbstwertgefühl und die Stressbewältigung.
  • Aktuelle Forschung zeigt zudem, dass regelmäßige Clownvisiten die Stimmung und Resilienz fördern, die Schlafqualität positiv beeinflussen und besonders vulnerable Menschen erreichen können. So tragen Humor und Clownerie nachhaltig zum emotionalen Wohlbefinden in der Langzeitpflege bei.
  • Einen Bericht über unsere Studie zur Langzeitpflege können Sie im Health & Care Management Magazine hier lesen: Lachen in der Langzeitpflege - 2026 - Aktuelles - HCM
Zwei Clowns stehen mitten im Stuhlkreis, wo ältere Damen und Herren sitzen und breiten ihre Arme aus.
(c) Gregor Zielke

Märchenmobil für Demenzpatienten

Das ROTE NASEN Märchenmobil nutzt die Kraft vertrauter Märchen und Lieder sowie gemeinsamer Rollenspiele, um Menschen mit Demenz und pflegebedürftige ältere Menschen auf spielerische Weise zu stimulieren und ihr seelisches Wohlbefinden zu stärken. Bekannte Geschichten wecken Erinnerungen und fördern die kognitive Aktivierung und mentale Stärke, während das gemeinsame Singen, Spielen und Bewegen die körperliche Beteiligung unterstützt. Wenn die Bewohner:innen selbst Teil der Märchenwelt werden und diese aktiv mitgestalten, erleben sie Selbstwirksamkeit, soziale Verbundenheit und Freude. So schafft das Märchenmobil wertvolle Momente der Teilhabe, mindert emotionalen Stress und stärkt das Selbstwertgefühl.

 

 

Hier finden Sie alle Geschichten über Visiten mit pflegebedürftigen Menschen

(c) Luca Abbiento

ROTE NASEN OP-Begleitung für die seelische Gesundheit

Die ROTE NASEN OP-Begleitung „Intensive Smile Care“ setzt sich für die mentale Gesundheit von Kindern ein. Das Programm unterstützt Kinder und ihre Familien in einem besonders belastenden Moment – am Tag einer Operation. Mit Humor, Spiel und einfühlsamer Begleitung bis zum OP-Raum helfen die Clowns dabei, Ängste abzubauen und die Aufmerksamkeit von dem bevorstehenden Eingriff auf den aktuellen Moment zu lenken. Dadurch helfen die Clowns den Kindern bei der Emotionsregulation und sie schenken den Eltern Sicherheit und emotionale Entlastung. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass ein geringeres Stress- und Angstniveau vor einer Operation das Wohlbefinden fördert und Stress sowie Schwierigkeiten bei der Traumaverarbeitung während des Heilungsverlaufs mindert. Somit leistet die OP-Begleitung einen wertvollen Beitrag zur seelischen Gesundheit und ermöglicht einen stärkenden Start in den Behandlungstag.

 

lachende Clownin
@Markus Pletz

Die Wissenschaft vom Lachen

“Lachen ist gesund” oder “Lachen ist die beste Medizin” – das ist wissenschaftlich bewiesen. Das relativ junge Forschungsfeld der Humorforschung bzw. Gelotologie beschäftigt sich mit den körperlichen und geistigen Auswirkungen des Lachens. 1964 gründete Prof. William Fry das Institut für Humorforschung an der Stanford Universität in Kalifornien/ USA. Er fand heraus, dass 20 Sekunden Lachen den Körper mindestens genauso fordern wie drei Minuten Joggen. Wer lacht, fordert den Körper und trainiert das Herz-Kreislaufsystem: Der sogenannte Zygomaticus-Muskel zieht die Mundwinkel nach oben, die Nasenlöcher weiten sich, der Herzschlag beschleunigt sich und der Augenmuskel spannt sich an. Nach der kurzen Phase der Anspannung folgt die Entspannung der Gesichtsmuskeln, der Herzschlag verlangsamt sich und der Blutdruck sinkt.

Lachen stärkt das Immunsystem

Neben der Gelotologie beschäftigt sich auch die Psychoneuroimmunologie mit Humor als derjenigen Medizin, die am leichtesten einzunehmen ist und am wenigsten kostet. Psychoneuroimmunologen wie der Amerikaner Lee S. Berk untersuchen die Wechselwirkungen zwischen Psyche und Immunsystem. Mitte der 90er Jahren wies Lee S. Berk nach, dass Lachen das Immunsystem stärkt. Er zeigte, dass bei lachenden Menschen die Werte der körpereigenen Abwehrpolizei steigen: Sowohl T-Lymphozyten, die infizierte Zellen vernichten als auch Gamma-Interferoren, die für die Produktion von körpereigenen Abwehrstoffen zuständig sind, wies er im Blut der Probanden vermehrt nach.

Lesen Sie mehr über die Humorforschung

ROTE NASEN Studien

  • Korock, L., Scheel, T. Clowning in care: long-term effectiveness of clown visits on residents’ affect, resilience, sleep quality and functionality. BMC Geriatr (2026). https://doi.org/10.1186/s12877-026-07874-0
  • “Improving Collaboration Between Staff, Family Members, and Artists in Long-Term Dementia Care”, Partizipative Aktionsstudie von ROTE NASEN Deutschland, Österreich und den ClinicClowns Niederlande in Zusammenarbeit mit der Leyden Academy on Vitality and Ageing
  • Pilotstudie von ROTE NASEN Kollegen aus Österreich in Zusammenarbeit mit der Universität Wien, Fakultät der Psychologie: „Auch sehr junge Säuglinge reagieren positiv auf die Besuche von Klinikclowns. Ihre Reaktionen sind aber auch von den Verhaltensweisen ihrer Eltern abhängig."
  • Pilotstudie von ROTE NASEN Kollegen aus Tschechien in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Motol in Prag: Das Ziel ist, die positiven Effekte einer Klinikclown–Intervention bei Kindern, die sich einer Operation unterziehen, ihren Eltern und dem Krankenhauspersonal zu untersuchen. Mehr dazu können Sie hier nachlesen.
  • Studie von ROTE NASEN Kollegen aus Österreich in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich (2016): „ROTE NASEN Clowns helfen, positive Emotionen zu erzeugen, und leisten damit einen nachgewiesen wichtigen Beitrag zur Rehabilitation. In Clownvisiten bringen sie Patientinnen und Patienten zum Lachen, sorgen für Spaß und Unterhaltung und geben den Menschen obendrein ein Gefühl der Verbundenheit, Wertschätzung und Stärke.“

     

Nationale Studien

Internationale Studien

Experten aus der Humorforschung & Gelotologie

  • Dr. PH Lee Berk, Psychoneuroimmunologe
  • Paul Ekman, Annthropologe und Psychologe, Schwerpunkt: nonverbale Kommunikation
  • Dr. William Fry, Psychologe und Begründer der Gelotologie
  • Robert Raymond Provine, Neuropsychologe und Gelotologe
  • Prof. Dr. Willibald Ruch, Professor für Persönlichkeitspsychologie und Diagnostik, Schwerpunkt: Positive Psychologie und Erforschung des Humors
  • Dr. Michael Titze, Psychotherapeut, Psychoanalytiker und Pionier der Gelotologie in Deutschland (im Interview in 2014)
  • Silvan Solomon Tomkins, Philosoph und Psychologe, Schwerpunkt: Affekttheorie
  • Prof. Dr. med. Barbara Wild, Psychiaterin und Neurologin

Institutionen

Clowns in Krankenhaus

  • Adams, Patch und Mureen Mylander (1993): Gesundheit! Healing Arts Press, Rochester, Vermont.
  • Auerbach, Sarah, Jennifer Hofman, Tracey Platt und Willibald Ruch (2013): An investigation of the emotions elicited by hospital clowns in comparison to circus clowns and nursing staff. European Journal of Humour Research, 1, 26-53.
  • Auerbach, S., Ruch, W., & Fehling, A. (2016): Positive emotions elicited by clowns and nurses: An experimental study in a hospital setting. Translational Issues in Psychological Science (Special Issue: The Psychology of Humor), 2, 14-24.
  • Friedler, Shevach et al. (2011): The effect of medical clowning on pregnancy rates after in vitro fertilization and embryo transfer, American Society for Reproductive Medicine, Elsevier Inc.
  • Hartmann, Julia (2015): Ich wurde Clown um zu leben. Von der heilenden Kraft des Humors. Julia Hartmanns perfektes Leben gerät völlig aus den Fugen, als ihre vierjährige Tochter an Knochenkrebs erkrankt. Nahezu am Ende ihrer Kraft, erinnert sich Julia Hartmann an ihren Kindheitstraum und verwirklicht ihre persönliche Berufung: Sie wird (Klinik-)Clown. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh. ISBN-13: 978-3579070858
  • Linge, Lotta (2013): Joyful and serious intentions in the work of hospital clowns: A meta-analysis based on a 7-year research project conducted in three parts. International Journal of Qualitative Studies on Health and Well-Being, 8, 1-8.

 

Senioren & Klinikclowns

 

Kinder & Klinikclowns

  • Agostini, F. et al. (2014): Parental anxiety and stress before pediatric anesthesia: A pilot study on the effectiveness of preoperative clown intervention. Journal of Health Psychology, 19, 587-601.
  • Alexander, J., und M. Manno (2003): Underuse of analgesia in very young pediatric patients with isolated painful injuries. Annual Emergency Medicine, 41, 617-622.
  • Ben-Pazi H, Cohen A, Kroyzer N, Lotem- Ophir R, Shvili Y, Winter G, et al. (2017): Clown-care reduces pain in children with cerebral palsy undergoing recurrent botulinum toxin injections- A quasi-randomized controlled crossover study. PLoS ONE 12(4).
  • BMJ (2020). Effectiveness of hospital clowns for symptom management in paediatrics: systematic review of randomised and non-randomised controlled trials. The BMJ, 372, 1-13#
  • Dionigi, A., Sangiorgi, D., & Flangini, R. (2014). Clown intervention to reduce preoperative anxiety in children and parents: A randomized controlled trial. Journal of Health Psychology, 19, 369–80.
  • Doehring, Anja und Renz, Ulrich (2003): Was ich mir wünsche, ist ein Clown: Klinikclowns auf der Kinderstation. Reportagen und Porträts aus der Arbeit von Klinikclowns. Beltz, Weinheim. ISBN-13: 978-3407558848
  • Dunbar, Robin et al. (2011). Social laughter is correlated with an elevated pain threshold. Proceedings oft he Royal Society/ Biological Science, 279, 1161-1167.
  • Fey, Ulrich. 2018: Wirklich komisch. Wenn Clowns Kinder im Krankenhaus besuchen. Mabuse Verlag, Frankfurt am Main.ISBN-9783863213879
  • Golan, G., et al. (2009). Clowns for the prevention of preoperative anxiety in children: a randomized controlled trial. Pediatric Anesthesia 19: 262–266.
  • Goldberg, A., et al. (2014). Medical clowns ease anxiety and pain perceived by children undergoing allergy prick skin tests. Allergy, 69, 1372–1379.
  • Kocherov, S. et al. (2016): Medical clowns reduce pre-operative anxiety, post-operative pain and medical costs in children undergoing outpatient penile surgery: A randomised controlled trial. Journal of Paediatrics and Child Health, 52, 877-881.
  • Markova, G. et al. (in preparation). Understanding of and reaction to RED NOSES clown humour by hospitalized infants and toddlers: A pilot study.
  • Meincke, J., Hg. (2000): ClownSprechstunde - Lachen ist Leben, Clowns besuchen chronisch kranke Kinder. Verlag Hans Huber, Bern. ISBN 13: 9783456833941.
  • Meiri, Noam, et al. (2017): Assistance of Medical Clowns Improves the Physical Examination of Children Aged 2-6 Years. Original Articles, 19, 761-766.
  • Stephson, Amy J. (2017): Benefits of Medical Clowning: A summery of the Research. Room Circus Medical Clowning.
  • Pinquart, M et al. (2011). Do clown visits improve psychological and sense of physical well-being of hospitalized pediatric patients? A randomized-controlled trial. Klein Padiatr, 223, 4-8.
  • Vagnoli, L., Caprilli, S., Robiglio, A., & Messeri, A. (2005). Clown Doctors as a Treatment for Preoperative Anxiety in Children: A Randomized, Prospective Study. Pediatrics 116 (4), 563-567.
  • Viaggiano, M. P. et al. (2015). Impact of psychological interventions on reducing anxiety, fear and the need for sedation in children undergoing magnetic resonance imaging. Pediatric Reports, 7, 5682.

 

Humor & Medizin

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