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Clown Perdita Poppers – Florentine Schara

Clown Perdita Poppers - Florentine Schara (Quelle: ROTE NASEN; Foto: Markus Pletz)Perdita liebt neue Begegnungen und schmeißt sich mit größtem Enthusiasmus in jede unbekannte Situation, nur um dann in einem weiteren Schritt aus plötzlichem Respekt vor der eigenen Courage wieder mühevoll zurückzurudern. Sie singt und tanzt für ihr Leben gern und ist sicher, dass sie schillernder Rockstar, brillanter Profi-Fussballer, gefeierte Primaballerina, einzigartige lebende Jukebox, Mutter der Nation oder zumindest eine perfekte Bundeskanzlerin abgäbe – wenn man sie nur ließe.

 Florentine Schara studierte darstellende Künste an Paul McCartney’s Liverpool Institute for Performing Arts (LIPA) und arbeitet als Schauspielerin, Tänzerin und Theaterpädagogin. Ihr Clown-Alter Ego „Perdita Poppers“ entdeckte sie während eines zweijährigen Aufenthaltes in Paris, als sie sich an der Clownschule „Le Samovar“ fortbildete. Seit 2009 ist Florentine Schara ROTE NASEN Clown. Weitere Informationen zu Florentine Schara 

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Gelebter Traum vom Clown – Interview mit Florentine Schara

ROTE NASEN Clown Florentine Schara träumte einst, dass sie als Clown eine Tanzsolo darbieten würde. Ob es wohl Bestimmung war? Der Weg von der Schauspiel- in die Clownschule war da nur konsequent, und Florentine entdeckte bis dahin nicht gelebte Freiheiten.

 

Und hier noch einmal das Interview zum Lesen:

Wie bist du Clown geworden?

Mein Name ist Florentine Schara, ich bin Schauspielerin, Choreographin und Clownin, komme ursprünglich nicht aus Berlin, sondern aus Wuppertal und habe auch noch eine gehörige Portion Lokalpatriotismus für diese Gegend dort.

Ich habe Performing Arts studiert in England und anschließend noch eine Clownsausbildung angeschlossen in – wie ich finde – der Hochburg der Clowns, in Frankreich in Paris. Das ist eigentlich sehr lustig, weil ich früher mit Clowns nichts am Hut hatte. Ich fand die, glaube ich, als ich klein war, eher doof, muss ich sagen. Und dann eines nachts habe ich tatsächlich davon geträumt. Ich war gerade mit meiner Ausbildung in England fertig und habe geträumt, dass ich in einem großen schwarzen Mantel, mit einer roten Nase und einem Koffer ein Tanzclownssolo mache. Und dann war das erst mal so in meinem Kopf drin und waberte so in meiner Gehirnrinde rum.

Nie erwartete Freiheiten

Ich bin dann durch Zufall auf einen Zettel gestoßen, wo ein Clownsworkshop beworben wurde. Da fiel mir mein Traum wieder ein und ich dachte „Na gut, vielleicht sollte das ja irgendwas heißen. Vielleicht wollte mir jemand ein Zeichen senden“ und dann habe ich diesen Workshop gemacht – und für mich ging ein ganz anderes Universum auf. Weil ich plötzlich so viele Freiheiten hatte, innerhalb meiner eigenen Tätigkeit oder innerhalb meiner eigenen Kunst, die ich nicht erwartet hatte und die mich sehr, sehr berührt hat.

Sich nicht mehr verstecken müssen

Natürlich ist es beim Clown so, dass man sehr viel mehr mit sich selber spielt. Das macht man natürlich als Schauspieler auch, weil man sich selber nutzt, um die Rollen zu füllen. Aber die Clownsfigur ist ja dann doch sehr nah an einem selber dran oder an den Eigenschaften von einem dran, die man früher lieber versteckt hätte. Das heißt, man spielt immer mit sich selber und hat durch diese Figur, die Möglichkeit, über sich selbst hinaus zu wachsen oder über seine Schwächen hinaus zu wachsen und die zu einer Stärke zu machen und so seine Verrücktheiten auszuleben.

Als Clown ist ja alles möglich. Man kann als Clown fliegen oder als Clown noch dümmer sein, als alle anderen. Das empfinde ich als unheimliche Bereicherung meines Lebens, weil man halt nicht so durchgetaktet ist. Ich komme ganz ursprünglich vom Tanz. Da muss man sehr viel Disziplin aufbringen, muss man als Clown bestimmt auch, aber nicht im Spiel.

Wir haben auf der Clownschule sehr viele Improvisationen gemacht. Da kommt dann immer relativ schnell und klar heraus, worüber die Leute an einem Lachen. Meistens lachen die nicht, über die Dinge, die man intendiert, sondern über ganz andere Dinge – wo man herausfinden muss, was das denn eigentlich ist. Ich habe auch festgestellt, dass sich meine Clownsfigur sehr geändert hat. Dass Leute in Frankreich immer über andere Dinge gelacht haben als die Leute hier, einfach aus kulturellen Gründen. Die fanden es immer sehr lustig, wenn mein Clown ärgerlich wurde. Man kriegt ja auch immer ein Feedback: Mir wird immer gesagt, einerseits ist dein Clown ganz verrückt und andererseits hat er was ganz gouvernantenhaftes. Und dann versucht man diese beiden Wege für sich noch mehr auszuloten.

Was ist deine Clownfigur Perdita Poppers für eine Person?

Perdita Poppers würde über sich selber sagen, dass sie eigentlich Chefin von allem sein könnte. Ich gehe auch immer in die Krankenhäuser und stelle mich vor als die Chefin des Krankenhauses. Sie ist auch durchaus der Meinung, sie könnte Bundeskanzlerin sein oder Rockstar. Also, sie hält sich in der Tag für die Größte. Und das ist sie vielleicht auch – allerdings in einem sehr kleinen Rahmen. Sie hat da durchaus eine große Hybris und große Lust nach Glamour und großer Bühne. Aber alles gefangen in diesem kleinen Gouvernantenkörper, glaube ich.

Das erste Mal und nichts ist so schwierig, wie man denkt

Als ich das erste Mal für ROTE NASEN im Krankenhaus gespielt habe, war ich sehr aufgeregt. Weil die Situation so neu war, weil die Leute sehr nah an einem dran sind. Viele der Kinder, die da sind, sind sich ja auch erst mal nicht so ganz sicher, ob sie nun Angst haben vor den Clowns oder ob sie die toll finden. Ich hatte einen sehr erfahrenen Kollegen dabei. Das war sehr schön, weil ich mich so an den dranhängen konnte. Das heißt, er ist mit den Kindern in Kontakt getreten, und je sicherer ich dann geworden bin, umso mehr habe ich versucht, auch Ideen mit einzubringen und einfach mit den Kindern umzugehen. Ich war dann ganz überrascht, dass es funktioniert.

Wenn man es dann schafft, bei sich zu bleiben und bei dem Partner zu bleiben und auch offen für die Situation zu sein und auch die kleinsten Begegnungen wertschätzen zu können, auch offen zu bleiben für die Reaktionen der Kinder, dann ist das alles gar nicht so schwierig, wie man sich das denkt.