Zum Weltspieltag: Puppet-Comedian Sascha Grammel im Interview für ROTE NASEN

28.Mai 2021
(c) Sascha Grammel

Mit roter Nase ein Zeichen setzen

Sie gehen mit gutem Beispiel voran und helfen mit großem Engagement dabei, großen und kleinen Menschen Lachen und Hoffnung zu schenken: unsere prominenten Unterstützer.

Der sympathische Puppet-Comedian Sascha Grammel ist einer davon. Er unterstützt ROTE NASEN Clownvisiten schon seit über zehn Jahren, u.a. durch sein Programm „Lachen tut Gutes“, bei dem er seine Übungsshows in Berlin Spandau fürs Publikum öffnet und die Eintrittsgelder an ROTE NASEN spendet. Diese Shows konnten bei Redaktionsschluss aufgrund der Pandemiesituation noch nicht wieder stattfinden. Sascha Grammel ist dennoch überzeugt: „Lachen hilft heilen“ und bittet daher um Onlinespenden.

Wie sitzt man als Comedian Krisen aus?

„Ich habe mich im Laufe der Jahre an ein aufrechtes Sitzen gewöhnt. Zuvor war ich immer mal wieder der Versuchung des Liegend-Aussitzens erlegen, bin aber dabei eingeschlafen. Was ja nicht der Sinn des Ganzen ist. Oder doch? Nein, im Ernst, ich überstehe das Ganze, wie es wohl die meisten tun: Ich halte die Abstands- und Hygieneregeln ein, beschäftige mich zu Hause mit Dingen, die schon lange liegengeblieben sind oder zu denen ich im normalen Tourstress-Rhythmus keine Zeit hätte. Und ich baue auf die rasche Verteilung des Impfstoffes und die Vernunft der Menschen und hoffe, dass ich dann ja vielleicht schon Mitte oder Ende des Jahres wieder live spielen und meine „FAST FERTIG!“-Tour endlich fortsetzen kann.“

Was haben Bauchredner und Clowns gemeinsam?

„Ich denke, Bauchredner und Clowns wollen ihr Publikum unterhalten. Sie entführen die Menschen aus einem oft ja nicht so tollen Alltag, und sie wollen sie auf schöne bzw. schönere Gedanken bringen. Das probiere ich, seitdem ich auftrete, jeden Abend mit meinen Live-Shows. Und ich denke, ich kriege das inzwischen auch ganz gut hin. Jedenfalls kommen die Leute immer wieder. Sie verbreiten ja bekanntlich gerne Freude.“

Wie hält man sich als Bauchredner fit?

"Jeder weiß, dass Bauchredner das große Glück haben, sich nicht fit halten zu müssen, da sie ja quasi in einen perfekten Adonis-Körper hineingeboren wurden. Ich gebe zu, dass ich meinen Adonis-Körper schon seit Kindertagen durch eiserne Nutella- und Süßkram-Diäten unter einem kuscheligen Gemütlichkeitspolster verstecke, aber krank bin ich tatsächlich äußerst selten. Aber wenn, dann leide ich wie ein Taucher in der Wüste Gobi. Nur lauter. Und länger."

Wer oder was bereitet Ihnen am meisten Freude?

„Tatsächlich sehr, sehr vieles. Ich bin schnell zum Lachen zu bringen. Was es manchmal für andere nicht ganz leicht macht, mit mir z.B. lustige Filme anzuschauen. Ich verlache ja die Hälfte der Pointen. Ansonsten bin ich jeden Tag von meinem Publikum begeistert. Klingt doof, ist aber so. Da kommt immer so viel Freude und rundum positive Energie zu mir zurück, dass ich sofort vergesse, wie viel Arbeit eigentlich in so einem Programm steckt.“

Warum ist es gerade in diesen Zeiten wichtig, ROTE NASEN zu unterstützen?

„Ich finde, wenn es einem gut geht, sollte man etwas von seinem Glück abgeben. Deshalb habe ich schon sehr früh den Charity-Gedanken mit mir herumgetragen. Dann entstand die Idee, meine Übungsauftritte mit einer Benefiz-Aktion zu verbinden. So ist 2007 die Veranstaltungsreihe: „LACHEN TUT GUT(es)“ entstanden. Bis heute bin ich dabeigeblieben. Und wer einmal gesehen hat, wie die kleinen, aber auch großen Patienten strahlen, wenn die ROTE NASEN Clowns auf den Stationen unterwegs sind, der muss dieses Projekt einfach unterstützen!“

Eine Lebensweisheit von Sascha Grammel ist: Man kann die Welt nicht ändern. Aber das heißt nicht, dass man es nicht versuchen sollte.
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