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Clown Willi seine Eiligkeit – Paul Kustermann

Clown Willi, seine Eiligkeit - Paul Kustermann (Quelle: ROTE NASEN; Foto: Markus Pletz)

“If you’re too busy to laugh you’re too busy!”

Als Theater­ratte von Kindesbeinen an wurde Paul Kustermann sehr früh vom komödiantischen und körpersprachlichen Theater geprägt. Ob als Clown, Comedian, Mime oder Maskenspieler: die Lust an der Verwandlung und der Spaß am Zauber der Brüche zeichneten ihn bereits als junger Charakterdarsteller aus und begleiteten ihn durch viele Stationen der Bühnenkunst seit nunmehr 30 Jahren.  So machte er in den 1970er Jahren sieben Jahre lang mit vier anderen “jungen Wilden” als “Kit-n-Kaboodle” Clown-Theater in Kalifornien die Westküste Amerikas unsicher. In den 1980ern bereiste er von Amsterdam aus mit Gary Edwards als “Three Wheel Circus” sieben Jahre lang 16 Länder und bot Fools-Theater vom feinsten.

Seit Mitte der 1990er Jahre gilt sein Interesse zunehmend der Clownarbeit in therapeutischen Einrichtungen. Er ist Mitbegründer von ROTE NASEN in Deutschland und baut kräftig an der wachsenden Klinikclown-Bewegung in Europa mit. Seit mehreren Jahren arbeitet er auch immer häufiger als Trainer zum Thema “Humor in der Pflege”, sei es als Lehrer für Klinikclowns, sei es als Trainer in sozialen Einrichtungen sowie als Coach für Firmen und andere Institutionen.

Weitere Infos hier und hier.

Clown Willi sucht einen Paten! Informieren Sie sich  hier über eine Clownpatenschaft, um kleinen und großen Patienten heilsames Lachen zu schenken.

Über Umwege zum Clown – Interview mit Paul Kustermann

Paul Kustermann hat 2003 die Gründung von ROTE NASEN mit initiiert. Dabei wäre er fast Tänzer geworden. Oder Architekt. Oder gar Ingenieur. Denn bevor Paul Kustermann zu seiner Passion und Profession fand, ist er viele Wege gegangen und hat viele Erfahrungen gemacht, um dann schlussendlich die einzig wahre Entscheidung zu treffen: Als ROTE NASEN Clown Menschen jeden Alters zum Lachen zu bringen.

Und hier noch einmal das Interview zum Lesen:

Alle Wege führen zum Clown

Hallo, ich bin Paul Kustermann, ich komme aus den USA und bin seit 1983 in Deutschland und ich liebe es hier. Und ich bin Mitgründer von ROTE NASEN.

Ich habe viele Versuche gemacht, etwas Ernsthaftes zu machen: Ich habe Theater, Tanz, Physik studiert. Ich habe mit dem Gedanken gespielt, Architekt zu werden, Ingenieur – nur bin ich immer wieder zu diesem Clown zurück gekommen, der im Hintergrund den Mund hält bis er eine kleine Bemerkung machen kann.

Also die Frage, wie man sich beruflich bezeichnet, hat mir immer ein Bein gestellt. Ich habe immer versucht, das zu umschiffen und viele andere Dinge zuerst zu nennen, bevor ich den Clown nenne. Bis ich gemerkt habe, dass die Leute in mir den Clown sehen, und dass ich einer bin. Und so gebe ich das nun als erstes an.

Clown sein befreit

Ich denke, der Werdegang zum Clown hat sehr viel mit der eigenen Persönlichkeit zu tun. Es hat viel damit zu tun, dass man zurückfindet zu seinen eigenen Wurzeln, und das befreit. Clown zu sein, ist eine große Befreiung. Das ist auch das, was jeder Künstler am Clown bewundert: Die große Freiheit, die Authentizität, die dann rüber kommt, wenn man sieht, was alles in einem Menschen steckt.

Eine Rückmeldung auf 30 Anfragen

Wie ROTE NASEN zustande gekommen ist? Es begann eigentlich mit einer Inititiative. Wir waren drei Clowns am Anfang. Wir haben uns auf einem Workshop getroffen und uns gemocht und haben gesagt, es wäre schön, gemeinsam ein Projekt zu machen. Dann kam einer mit der Idee, in Krankenhäuser zu gehen. Wir haben Briefe verschickt an alle Krankenhäuser im Raum Berlin und Brandenburg. Und wir haben von 30 Briefen eine Antwort bekommen – und das war in Berlin-Buch, von der Krebsstation. Der Psychologe und die Klinikleiterin waren beide der Meinung, dass zu einer ganzheitlichen medizinischen Betreuung auch dazu gehört, dass die Kinder etwas zu Lachen haben. So begann das erste Projekt. Und dann habe ich die Leute aus Wien, den Giora (Anmerk.: Giora Seeliger ist der künstlerische Leiter von Red Noses International) auf einem Workshop kennen gelernt, und wir haben gesagt, dass es sinnvoll wäre, zusammen zu arbeiten. Das habe ich dann Giora vorgeschlagen. Es verging dann ein bisschen Zeit, und dann kam Giora auf mich zu und sagte, sie hätten einen Sponsor hier in Deutschland. Dazu bräuchten sie aber ein ROTE NASEN-Projekt in Deutschland, um den Sponsor zu gewinnen.

Dann haben wir kurz überlegt und gesagt, das wäre sehr gut. Das würde eine Professionalisierung für uns bedeuten, denn Red Noses International war da schon viel weiter entwickelt was Promotion, PR und Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit betrifft. Und so begann die Entwicklung für ROTE NASEN in Deutschland.

Die Waage zwischen Künstler und Administrator

Wie geht man mit dem Spannungsbogen zwischen Administration und Künstlersein um? Man trainiert sich an, zwei Köpfe zu haben. Der eine Kopf ist dann der Künstler, der versucht sich zu befreien und alles zu vergessen, was er kennt. Und dem gegenüber steht der Organisator, der einen Anzug trägt, Anträge stellt, versucht Geld aufzutreiben und Leute zu gewinnen, die dann mitmachen im Projekt. Ich finde es sehr spannend an unserer Arbeit, dass sie durch Spenden finanziert wird. Das heißt, wir müssen die Öffentlichkeit davon überzeugen, dass die Menschen freiwillig Geld spenden und sagen „Gehe hin, und bring Lachen zu den Leuten, die das brauchen“. Ich finde, das ist eine großartige Aufgabe. Es ist sehr schön, auf diese Art zu arbeiten, mit dem Mandat „Ich bin beauftragt worden, von der Öffentlichkeit, das zu tun, was ich tue“. Das ist eine Verantwortung, die ich gerne als Künstler trage. Und als Administrator auch, mit einer großen Hingabe auch der Öffentlichkeit dieses zurück zu kommunizieren, was wir geleistet haben. Insofern war meine Rolle als Leiter, Administrator für mich immer eine Aufgabe der Kommunikation und der Vermittlung zwischen Leuten, die involviert werden können. Und ich denke, ich bin am stolzesten auf meine Leistung, anderen Leuten Raum gegeben zu haben, die dem Projekt helfen können.

Zukunftsvisionen

Mein Wunsch für die Zukunft ist, dass der Geist der Arbeit, der uns getragen hat über all die Jahre und der sich verbreitet hat über viele Ebenen – auf die administrative Ebene, Fundraising, Öffentlichkeitsarbeit, aber auch auf die künstlerische Ebene – dass der weiter wächst und zwar in dem Maße, dass wir weiterhin gebraucht werden, in der Öffentlichkeit. Und meine Hoffnung ist, dass unsere Arbeit so dynamisch und lebendig bleibt wie bisher.

 (Interview: Sou-Yen Kim)