Ein Porträt von dem Fraeulein Schleife

Fräulein Schleife

Jana Hampel
seit 2006 bei ROTE NASEN in Berlin/Brandenburg tätig
Um Clown zu sein, braucht man immer einen Mutanfall. Denn als Clown ist man immer offen und direkt, ohne zu verletzen.

Das bin ich

Fräulein Schleife liebt Schleifen. Denn sie sind so schön, geben Halt, können aber ohne Probleme wieder gelöst werden. Schleife statt Knoten! Ihre Mission ist es, durch Anarchie, Träume, Liebe, Lied und Witz Knoten zu lösen bei Kranken, Lebensmüden und Einsamen.

Ausbildung

  • Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München
  • Red Noses International Zertifizierung als Klinikclown

Besondere Begegnung

Es gab einen Jungen, Ferdi, der an einem Hirntumor gestorben ist. Wir hatten eine gute Verbindung zueinander, er wollte auch selber Clown werden. Ferdi war schon ganz schwach, aber er wollte immer für die anderen da sein. Mit seiner letzten Kraft spielte er für die anderen Kinder als Clown. Das war wahrscheinlich auch seine Tragik.

Einmal bat er mich darum, ihn ganz fest in den Arm zu nehmen. Das hab ich als Clown Fräulein Schleife auch mit viel Liebe getan.

Als Ferdi dann starb, erfuhr ich von seiner Mutter, dass er bis zum Ende nach dem Clown gefragt hat. Das war für mich ein Schlüsselerlebnis, weil ich da die Wichtigkeit des Clowns, die er haben kann, erkannt habe: Er ist wie ein Katalysator oder und bietet für einen kurzen Moment jede Freiheit. Daher weiß ich, wie wichtig es ist, bis zum Schluss einfach nur zu spielen.